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Zusammenfassung

Bei der Einrichtung der Versuchslokomotiven für Zusatzfeuerung mußte vor allem darauf Bedacht genommen werden, die Handhabung der vorhandenen Kohlenfeuerung nicht zu behindern. Die rechteckig gestalteten Ölbehälter sind daher, wie aus Fig. 23 hervorgeht, oben auf der flachen Decke des Tenderwasserkastens so gelagert, daß zwischen ihnen die Wassereinlauföffnung frei bleibt; ihre Höhe ist durch die Forderung bestimmt und beschränkt, daß der Wasserkranausleger darüber hinwegschwenken kann. Auf dem vorderen schrägen Teile des Tenders bleibt genügend Raum zur Lagerung von Kohle, tatsächlich bleibt der jetzt von den Ölbehältern eingenommene Platz meist fast unbenutzt und wird neuerdings sogar durch ein Schutzbrett abgetrennt, das verhindern soll, daß Kohlen oder Briketts in die Wassereinlauföffnung fallen. Wie die Betrachtung der Fig. 24 ohne weiteres zeigt, wird auch bei Rückwärtsfahrt der Ausblick nur wenig gehindert, wenigstens nicht stärker als durch die Kohlenberge, welche sonst auf den Tendern aufgehäuft zu werden pflegen. Es ist auf diese Weise möglich, die Ölbehälter so groß zu machen, daß in jedem etwa 1 cbm Heizöl untergebracht werden kann, eine Menge, die für eine größere Anzahl von Fahrten ausreicht, so daß nicht allzu häufig nachgefüllt zu werden braucht. Bei der Herstellung der Behälter wurde auf die eingangs erwähnten Eigenschaften des Teeröls Rücksicht genommen und beim Vernieten der aus schwachem Eisenblech bestehenden Wände mit den Eckwinkeln jedes nicht metallische Dichtungsmaterial, etwa die üblichen mit Mennige getränkten Leinwandstreifen, vermieden, sondern dünnes Kupferblech als Dichtung verwendet. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß es selbst bei sorgfältigem Verstemmen kaum möglich ist, vollkommen dicht haltende Nähte zu erzielen, man wird daher vorteilhafter solche Behälter autogen schweißen, wie dies bei den neuerdings ausgerüsteten Lokomotiven geschehen ist; auch die Laschen für die Befestigung der Ölkästen am Tender sollen mit angeschweißt werden, um Leckstellen an durchgehenden Schrauben zu vermeiden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • L. Sussmann
    • 1
  1. 1.Limburg (Lahn)Deutschland

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