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Zinksulfat. Schwefelsaures Zink. Reiner Zinkvitriol

  • Max Biechele

Zusammenfassung

100 g englische Schwefelsäure verdünne man mit 600 g destilliertem Wasser in einer Porzellanschale, indem man die Schwefelsäure in dünneng Strahle unter Umrühren in das Wasser gießt, und füge 80 g geraspeltes Zink hinzu. Die Operation nehme man im Freien oder an einem zugigen Orte vor, weil sich neben Wasserstoff meist auch giftiges Arsenwasserstoffgas entwickelt. Nachdem die Gasentwicklung in der Kälte nachgelassen hat, erhitze man, bis keine Einwirkung der Säure auf das Zink wahrzunehmen ist, und filtriere noch heiß. Das ungelöste Zink wasche man mit wenig Wasser ab. Man prüfe nun, ob die Lösung eisenhaltig ist, indem man eine Probe mit frisch bereiteter Kaliumferricyanidlösung versetzt. Ist kein Eisen zugegen, so entsteht dadurch ein gelbroter Niederschlag; ist aber Eisen vorhanden, so ist der Niederschlag blaugrün. Um das Eisen aus der Lösung zu entfernen, verdünne man die Lösung auf 1000 g, leite in dieselbe Chlorgas bis zur Sättigung ein und lasse 24 Stunden in einem verschlossenen Glase stehen. Riecht die Flüssigkeit nach dieser Zeit noch stark nach Chlor, so ist alles Ferrosulfat in Ferrisulfat umgewandelt. Man erhitze nun die Flüssigkeit zur Verjagung des Chlors in einer Porzellanschale und setze, nachdem die Flüssigkeit wieder erkaltet ist, so viel mit Wasser angeriebenes reines Zinkoxyd hinzu, bis letzteres beim Umschütteln nicht mehr gelöst wird. Nachdem man die Mischung 12 Stunden unter bisweiligem Umschütteln beiseite gestellt, filtriere man und prüfe, ob alles Eisen ausgefällt ist, was man daran erkennt, daß eine Probe der Flüssigkeit mit Kaliumferrocyanidlösung keine blaue Färbung mehr hervorrbringt Man säure dann das Filtrat mit verdünnter Schwefelsäure an und verdampfe zur Kristallisation. Die ausgeschiedenen Kristalle sammle man auf einen Trichter, wasche sie mit wenig kaltem Wasser ab, bis die ablaufende Flüssigkeit durch Silbernitratlösung nicht mehr getrübt wird, und trockne sie, auf Fließpapier ausgebreitet bei gewöhnlicher Temperatur. Die Mutterlauge verdampfe man wieder zur Kristallisation und verfahre mit den Kristallen wie oben. Die letzte Mutterlauge gieße man weg. Sollten die Kristalle chlorhaltig sein, so löse man sie in wenig Wasser und lasse nochmals kristallisieren. Die Ausbeute beträgt ungefähr 200 g.

Zincum sulfuricum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • Max Biechele

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