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Zur Theorie des Logos bei Aristoteles

  • Julius Stenzel
Chapter

Zusammenfassung

Die folgenden Erörterungen können unmittelbar unter den in den letzten Worten Toeplitzens enthaltenen Gesichtspunkt gestellt werden: Interpretieren und Übersetzen. Sie wollen in mehrfachem Sinne eine Ergänzung des vorhergehenden Aufsatzes versuchen. Vergleicht man das Programm einer Platointerpretation, das Toeplitz 1925 in der „Antike” 1, 203 entwickelte, mit dem obigen Aufsatze, so liegt der entscheidende Fortschritt darin, daß auf einem für die griechische Mathematik sachlich grundlegenden Gebiete, der Proportionenlehre, zugleich ein Ansatzpunkt aufgewiesen ist, der haarscharf den Kern der Platonischen Ideenlehre und damit der altakademischen einschließlich der aristotelischen Logik trifft. Eine in der Sache so tief begründete Entdeckung kann natürlich als mannigfach vorbereitet, als „in der Luft liegend” nachträglich erscheinen, und in der Tat mußte jeder, der über die philosophische Bedeutung der griechischen Zahlenlehre je ernstlich nachgedacht hat, an vielen Stellen auf die Bedeutsamkeit der Proportion stoßen. Ich möchte hier ausdrücklich sagen, daß mir in der prinzipiellen und unmittelbaren Beziehung von Idealzahl und Logos im Sinne der vorstehenden Abhandlung ein entscheidender neuer Punkt erreicht zu sein scheint, von dem aus gesehen so ziemlich alles, was im Umkreis dieser Probleme liegt, ein neues, schärfer geschnittenes Gesicht bekommt.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Jaeger, Aristoteles S. 210 hält — mit Recht — dieses Buch für eine mehr zufällig zur Metaphysik gestellte besondere Abhandlung; wir werden weiter unten zeigen, in welche Gegend der akademischen Philosophie diese Bedeutungsforschung wohl gehören könnte.Google Scholar
  2. 4).
    Die Stelle ist unsicher überliefert; ich schließe mich der Lesart Jaegers Hermes 52 (1917) 504 an, weiche aber, wenn ich ihn recht verstehe, in der Auffassung der „bestimmten Zahl“ von ihm ab.Google Scholar
  3. 12).
    Diese begriffliche Einheitsfunktion des Eins ist übrigens Alexander auch bei der Erläuterung von Aristoteles A 15 irrtümlich in die Feder gekommen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Julius Stenzel
    • 1
  1. 1.KielDeutschland

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