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Revision und Revisionssumme in rechtsgeschichtlicher und rechtsvergleichender Darstellung

  • Otto Fischer

Zusammenfassung

Bei der Anrufung des obersten Gerichts handelt es sich nach dem in Zivilsachen fast allgemein gültigen Prinzip der drei Instanzen regelmäßig um Anfechtung eines Urteils der zweiten Instanz, welches auf der Grundlage unbeschränkter Kognition als Berufungsurteil ergangen ist. Daneben findet sich freilich die Einrichtung, daß das höchste Gericht bloß Gericht zweiter Instanz ist oder unter Umständen unter Überspringung des Berufungsgerichts direkt gegen Entscheidungen der ersten Instanz angerufen werden kann.

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Literatur

  1. 1).
    Benutzt wurden für die Rechtsvergleichung in erster Linie (lie Werke: v. Harrasowsky, Die Rechtsmittel im Zivilprozesse, 1879, und Leske und Loewenfeld, Die Rechtsverfolgung im internationalen Verkehr, Bd. 1, 2, 3, 1895, 1897, 1901. Diese sind im einzelnen nicht mehr zitiert.Google Scholar
  2. 1).
    Verhandl. des 2. Juristentages. II. S. 565.Google Scholar
  3. 1).
    Leipziger Tageblatt 1904, Nr. 147.Google Scholar
  4. 2).
    Neben Waldecks Schrift „Die Nichtigkeitsbeschwerde als das alleinige Rechtsmittel höchster Instanz“ 1861 kommen in Betracht sein Gutachten für den 1. Juristentag (Verhandl. S.30 ff), sowie seine mündlichen Ausführungen auf dem 2. Juristentage (Verhandl. S. 562, 572, 639).Google Scholar
  5. 2).
    Vergl. meine Abhandlung: „Die Entlastung des Reichsgerichts und die Verbesserung der Revision in Zivilsachen.“ ( Berlin, W. Moeser 1904 ). S. 14–22.Google Scholar
  6. 1).
    Fr. 32 D. de re iud. 42, 1: Cum prolatis constitutionibus contra eas pronuntiat iudex eo quod non existimat causam, de qua iudicat, per eas iuvari, non videtur contra constitutiones sententiam dedisse.Google Scholar
  7. 2).
    Fr. 1 § 2D. quae sent. sine app. resc. 49, 8.Google Scholar
  8. 3).
    Fr. 19 D. de appell. 49, 1, c. 2 C. quando provoc. necesse non est, 7, 64Google Scholar
  9. 1).
    Vgl. Glasson in der „Grande encyclopédie s. v. cassation“, sowie meine Abhandlung „Die Reform des Rechtsmittels der Revision im Zivilprozeß” in Iherings Jahrbüchern Bd. 38 S. 271 ff.Google Scholar
  10. 1).
    Du pourvoi en cassation en matière civile, 1892.Google Scholar
  11. 2).
    Glasson sagt a. a. O.: La fausse interprétation d’un contrat ne donnerait jamais ouverture à la cassation.Google Scholar
  12. 3).
    Elle doit accepter les faits tels, qu’ils lui sont présentés par la décision qui lui est deferée, sagt Glasson.Google Scholar
  13. 2).
    Glasson a, a. O. Die letzte mir zugänglich gewesene Statistik enthält den Bericht über (lie audience de rentrée des Kassationshofs vom 16. Oktober 1902.Google Scholar
  14. 1).
    Den neuesten Stand in Spanien berichtete mir Herr Professor Dr. Altamira in Oviedo. Maßgebend sind jetzt Art. 1686 ff. der Ley de enjuiciamento civil vom 13. Februar 1881.Google Scholar
  15. 2).
    Auskunft gab Herr Professor Dr. Tanoviceanu in Bukarest.Google Scholar
  16. 1).
    Wertvolles Material gab Herr Advokat Dr. Aravantinos aus Athen, z. Z. in Berlin.Google Scholar
  17. 2).
    Auskunft gab Herr Kassationsgerichtsrat Setti in Turin.Google Scholar
  18. 3).
    Ich erhielt Berichte des Herrn Staatsrats Professor Dr. von Sokolski in Odessa und des Herrn Professor Dr. Grimm in St. Petersburg.Google Scholar
  19. 1).
    Benutzt habe ich die beiden 1902 erschienenen Entwürfe: Udredninger og udkast til civilprozessreformen af Bernhard Getz, adgivne at F. Hagerup, und: Udkast til lov om domstolenes ordning med motiver. Udarbeidet af den ved kgf. resolution af 3 dje jannar 1891 nedsatte Kommission.Google Scholar
  20. 1).
    Vgl. Iherings Jahrbücher 38, S. 313 ff., Entlastung S. 29 ff.Google Scholar
  21. 2).
    So berichtet der Präsident des Oberlandeskulturgerichts, vormalige Reichsgerichtsrat Rintelen in seinem Aufsatze „Die Entlastung des Reichsgerichts“ („Vossische Zeitung” Nr. 141, 1904, 6. Beilage.)Google Scholar
  22. 3).
    Vgl. die ernste Mahnung des Kammergerichtsrats a. D. Keyßner in der Zeitschr. f. d. ges. Handelsrecht, 35, S. 553.Google Scholar
  23. 4).
    Zur Reform des Rechtsmittels der Revision“, Archiv für die zivilistische Praxis 84, S. 358 ff.Google Scholar
  24. 2).
    Reichsgerichtsrat Skiahn? kündigt in der „Germania“ (Wiss. Beil. No. 47 v. 17. Nov. 1904) an, das Reichsgericht werde die Erhöhung der Revisionssumme dadurch erzwingen, daß es „seine Verhandlungstermineineiner die Arbeitskraft seiner Mitglieder mehr schonenden Weise hinausrückt, und die Reichs-Justizverwaltung kann abwarten, ob die Verschleppung der Revisionen unsere Bevölkerung gegen den Reichstag rebellisch macht”.Google Scholar
  25. 1).
    So auch Lothar Seuffert in der Zeitschrift für deutschen Zivilprozeß, 33, Seite 445, ferner Reichsgerichtsrat Wilibald Peters, Prozeßverschleppung, Prozeßumbildung und die Lehren der Geschichte, 1904 dazu meine Anzeige im Lit. Zentralbi. No. 33, S. 1099.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1905

Authors and Affiliations

  • Otto Fischer
    • 1
  1. 1.BreslauPolen

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