Zusammenfassung

Wie der Mensch, um wirthschaftlich thätig sein zu können, des Menschen bedarf, im Verkehre mit den Menschen leben muß und eine Gesammtheit von Menschen im geordneten Staate am produktionsfähigsten ist, so gesellt sich auch Holzpflanze zur Holzpflanze – so vereinigen sich die Bäume zum regelrechten Walde, zur gemeinsamen und darum um so gedeihlicheren Produktion. Hier wie dort ist der Kampf um das Dasein durch das Zusammenleben und den gleichen Produktionszweck bedingt. Den Sitten, Gebräuchen, Lebensbedürfnissen und deren Befriedigungsweise paßt sich die grundsätzliche Regelung des Zusammenlebens und die periodisch, durch volkseirthschaftlich zu erringende Vortheile angezeigte Veränderung in demselben an – die Eigenschaften der zum gemeinschaftlichen Bestandesleben zusammentretenden Holzpflanzen gebieten eine bestimmte Form des Zusammenlebens und verlangen, sofern der nationale Wohlstand gefördert werden soll, eine Verfassung, die ebenso wenig wie Staatsverfassung und Gesetz sich von selbst herstellt, sondrn durch eine autoritative Gewalt hergestellt und beständig regulirt werden muß. Was dem Staate das Oberhaupt – das muß der Walde sein. Er hat für seinen Staat die höchste Produktionsleistung im Auge zu behalten und unter diesem Gesichtspunkte mit den gegebenen Verhältnissen rechnend Sonder- und Gesammt-Interesse seiner Unterthanen gegenseitig abzuwägen, in Einklang zu bringen und darnach die geeigneten Wirthschaftsmaßregeln zu treffen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1891

Authors and Affiliations

  • Martin Behringer

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