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Runen der rechten Seite

  • Rudolf Imelmann
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Zusammenfassung

Die Besonderheit der Runen auf der uns beschäftigenden Fläche der Schnitzerei besteht darin, daß die Vokale der zusammenhängenden Inschrift durch willkürliche, also zu erratende Zeichen ausgedrückt sind 1); von gewöhnlichen Vokalrunen kommt nur einmal M vor und die Ligatur F (fa). Dieses Zeichen liest Napier als fu, weil er findet, daß für a schon ein anderes reserviert sei; aber das ist kein Grund, denn auch sonst gebraucht der Schreiber für verschiedene Laute die gleiche Rune. M ist von den Herausgebern verschieden beurteilt worden, je nach ihrer Auffassung des grammatischen Zusammenhanges; die einfachste Deutung ist keinem eingefallen.

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Literatur

  1. 1).
    Das System scheint zu sein, daß je der übernächste Konsonant des lat. Alphabets eingesetzt wird. So stehen für a, ce die c-Runen, für e eine Variante von g, für i ein dem m verwandtes Zeichen; nur o ist Ausnahme. e ist, wo es vorkommt, vermieden und g dafür gesetzt, was ganz folgerichtig ist: gisgraf und agl[ag], s. u. Vgl. zu der Spielerei Rätsel 37 und 75, Kent. Gloss. 1160ff.Google Scholar
  2. 1).
    Es muß auffallen, daß rechts und links vom Kopfe der Mittelfigur in (2) eine unverhältnismäßig große Fläche leer ist. Vielleicht sollte hier Mcejihild untergebracht werden und der Raum erwies sich nur zu beschränkt; der Schnitzer hat auch sonst seine Fläche schlecht eingeteilt. Wenn dem so ist, dann schwebt hire nicht in der Luft. Da Iuta zweimal erwähnt wird, wäre Mephild wenigstens einmal zu erwarten. Auch so aber wird der angelsächsische Betrachter gewußt haben, auf wen hire deutet.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1907

Authors and Affiliations

  • Rudolf Imelmann
    • 1
  1. 1.Universität BonnBonnDeutschland

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