Einleitung

  • W. Seith
  • K. Ruthardt
Part of the Anleitungen für die Chemische Laboratoriumspraxis book series (LABORATORIUM, volume 1)

Zusammenfassung

Die Chemie bediente sich in letzter Zeit immer mehr physikalischer Methoden zur Bearbeitung ihrer Probleme. Die chemische Emissionsspektralanalyse stellt eine solche Arbeitsweise dar, die für die analytische Chemie teils ein einfacher Ersatz, teils eine willkommene Ergänzung ist. Sie ermöglicht den Nachweis aller metallischen Elemente. Ihre besonderen Vorteile sind die Raschheit der Bestimmung, die Empfindlichkeit des Nachweises; eine hohe Eindeutigkeit und ein geringer Materialverbrauch. Von Bedeutung ist ferner der Umstand, daß das Analysenergebnis auf der photographischen Platte dokumentarisch festgelegt werden kann. Der Analysengang ist in allen Fällen prinzipiell derselbe. Von der Probe des Analysenmaterials wird ein minimaler Teil verdampft und zum Leuchten angeregt, das ausgesandte Licht spektral zerlegt und entweder okular beobachtet oder in den meisten Fällen auf der photographischen Platte festgehalten. Aus der Lage der Spektrallinien zueinander erkennt man die qualitative Zusammensetzung der Probe, die Intensität der Linien dient als Grundlage der quantitativen Analyse. Besonders geeignet ist die Spektralanalyse als qualitative Schnellmethode, deren Vorteile mit der Zahl der auszuführenden Analysen wachsen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1941

Authors and Affiliations

  • W. Seith
    • 1
  • K. Ruthardt
    • 2
  1. 1.Münster i. Westf.Deutschland
  2. 2.HanauDeutschland

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