Zusammenfassung

Die Völker der Steinzeit scheinen nach aufgefundenen Gerätschaften künstlich, durch Aneinanderschlagen harter Feuersteine mit anderen Steinen, Feuer erzeugt zu haben. Schon in Pfahlbauten finden sich Feuerstahl mit Zunder aus Feuerschwamm; auch Drillbohrer, die durch Reibung in Hartholz Wärme erzeugten, sind in frühester Zeit bekannt. Die Römer kannten Stahl, Feuerstein und Zunder; letzterer bestand aus trockenen Blättern, Baumschwämmen, Holzspänen, oft aus Schwefel; im alten Griechenland wurden nach Plinius u. a. in den Tempeln Opferfeuer mit Hilfe der Sonnenwärme durch silberne Hohlspiegel oder Brenngläser aus Bergkrystall entzündet. Im Mittelalter herrschte das Schlagfeuerzeug aus Stahl und Stein vor, das seinen Funken in trockene Hobelspäne oder Schwefel warf. Taschenfeuerzeuge hatten flache Büchsenform, deren eine Seitenfläche diente als Feuerstahl mit einem Zunder aus Feuerschwamm oder verkohlter Leinwand. Auch an Musketen und Büchsen waren derartige Feuersteinschlösser angebracht. Der an alten Buchen, Eichen usw. wachsende Feuerschwamm (Polyporus fomentarius; auch Boletus ignarius) wurde mit Soda gekocht, getrocknet, weichgeklopft und mit Salpeterlösung getränkt.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1924

Authors and Affiliations

  • Otto Lange
    • 1
  1. 1.Technischen HochschuleMünchenDeutschland

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