Gewerbliche Ohrenschädigungen

  • Alfred Peyser
Part of the Beihefte zum Zentralblatt für Gewerbehygiene und Unfallverhütung book series (BZGU, volume 8)

Zusammenfassung

Wenn irgendwo, so ist gerade auf dem Gebiete der Gewerbehygiene des Ohres Krautwigs Bemerkung als berechtigt anzuerkennen, daß nämlich den sozialhygienischen Reden nicht immer die sozialhygienische Tat entspreche. Über zwanzig Jahre beschäftigen sich Theoretiker der Ohrenheilkunde im Laboratorium und Kliniker in der Praxis mit diesem Gebiet. Die Veröffentlichungen werden immer zahlreicher, dem deutschen Beispiel folgt ein Kulturland nach dem anderen, so neuerdings besonders Amerika und Rußland. — Wie wenig aber konnte bisher für das berufsgefährdete und berufsgeschädigte Ohr des Arbeiters geschehen! Es wird Zeit, daß auf diesem Gebiete praktisch zugegriffen wird. Das kann jedoch mit Aussicht auf Erfolg nur geschehen, wenn wir uns über die Grundlagen sowohl als auch über die Methoden klar werden. Der Weg, der einzuschlagen ist, darf für Deutschland als gegeben gelten, seitdem im Ausschuß für Bevölkerungspolitik der Preußischen gesetzgebenden Landesversammlung vom 23. Mai 1919 der Berichterstatter, ohne Widerspruch zu finden, die Ausdehnung des gewerbehygienischen Schutzes auf die Sinnesorgane als Programmpunkt aufgestellt, nachdem der deutsche Reichsarbeitsminister am 12. Mai 1925 die bekannte Verordnung über Ausdehnung der Unfallentschädigungspflicht auf gewisse Gewerbekrankheiten erlassen und — was erfreulicherweise zwischen diesem meinem Referat und seiner Veröffentlichung erfolgt ist — der Arbeitsausschuß des Reichswirtschaftsrats für die Reform der sozialen Versicherungsgesetze sich eingehend gerade mit der Frage der gewerblichen Ertaubung beschäftigt hat.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Alfred Peyser
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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