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Zusammenfassung

Jeder, der sich eingehender mit dem Studium der normal-anatomischen oder terato-ogischen Literatur des weiblichen Geschlechtsapparates zu befassen hat, muß es bald als verwirrend und verständnishindernd empfinden, daß die gebräuchliche Nomenklatur der Uterusformen in der Regel nichts weniger als sinngemäß und einheitlich ist, indem die einzelnen Autoren entweder mit demselben Namen verschiedene Begriffe verbinden und deshalb die gleichen Gebärmutterformen sehr oft anders benennen, oder aber für grundsätzlich verschiedene Uterustypen die gleichen Bezeichnungen wählen. So spricht beispielsweise Stoss (1928) die Gebärmutter der Wiederkäuer und Equiden als „Uterus bicornis unicollis“ an und legt beiden Tierarten das gleiche Uterusschema zugrunde, das wohl für das Pferd, nicht aber für die Wiederkäuer zutrifft; Weber (1906) bezeichnet den Uterus sämtlicher Ungulaten ganz allgemein als „Uterus bicornis“, während Belling (1906) und Doflein (1917) auch noch die Gebärmutter der Fleischfresser zu diesem Typus rechnen, dem Beiling (l. c.) übrigens ferner das Meerschweinchen zuzählt, das nach Doflein (l. c.) aber wie alle Nager einen „Uterus duplex“ besitzen soll. Während die Gebärmutter des Pferdes ziemlich allgemein als „Uterus bicornis“ bezeichnet wird, und nur Zietzschmann (1924) von einem „wahren Uterus bicornis“ im Gegensatz zum „falschen Uterus bicornis“ der Wiederkäuer spricht, benennen Ellenberger und Baum (1926), Martin (1912) u. a. den Uterus des Rindes als „Uterus bipartitus“ und bringen ihn dadurch in Gegensatz zu demjenigen der kleinen Wiederkäuer, da diese nämlich, wie Martin (l. c.) und Schmaltz (1921) angeben, einen „Uterus bicornis“ besitzen sollen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1933

Authors and Affiliations

  • Eugen Seiferle

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