Ordnung durch Wandern, Aussondern und Vereinigen von Zellen

  • Ernst Hadorn
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 77)

Zusammenfassung

Auf dem Entwicklungsweg, der von der einfachen Hohlkugel einer Blastula (Abb. 11h) zum reich gegliederten Organismus führt (Abb. 15c), werden drei Typen des Zellverhaltens eingesetzt: Wandern, Aussondern und Vereinigen. Eindrucksvoll beginnt diese Dynamik mit der Gastrulation (S. 46). Dabei verschieben sich die Zellen des späteren Ektoderms, Mesoderms und Entoderms als Einheitsverbände. Das Mesoderm unterwandert als Urdarmdach das Ektoderm. Das Entoderm verschwindet ebenfalls im Keiminnern; es wird dann vom Mesoderm eingeschlossen. Das Ektoderm streckt sich, bis es schließlich die ganze Keimoberfläche bedeckt. Nach dieser ersten, der Keimblattsonderung, setzen zahlreiche weitere Trennungsvorgänge ein. So löst sich die Anlage des Nervensystems vom Hautektoderm und wird als Neuralrohr ins Innere eingesenkt (Abb. 17). Auch im Mesoderm des Urdarmdachs wird der zunächst einheitliche Zellverband aufgeteilt. In der Mitte sondert sich der runde Chordastab heraus (Abb. 16d). Seine Zellen trennen sich von ihren unmittelbaren Nachbarn, welche für die Skelett- und Muskelanlagen bestimmt sind. In ähnlicher Weise werden im Mesoderm die Nierenkanälchen, Blutgefäße und Keimdrüsenanlagen herausmodelliert.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Ernst Hadorn
    • 1
  1. 1.Zoologisch-Vergl. Anatomisches InstitutUniversität ZürichZürichÖsterreich

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