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Die Bedeutung der Adaptationsvorgänge für die Röntgendiagnostik

  • Herbert Schober
Conference paper
Part of the Tuberkulose-Forschungsinstitut Borstel book series (TBC BORSTEL, volume 1954/55)

Zusammenfassung

Die Rolle des Adaptationszustandes bei der Detailerkennbarkeit im Durchleuchtungsbild ist jedem in der Röntgenologie tätigen Beobachter bekannt, wenn auch seine Bedeutung vielfach unterschätzt wird. Die meisten Sehfunktionen des menschlichen Auges, vor allem die Unterschiedsempfindlichkeit (Kontrastwahrnehmung), die Sehschärfe, die Empfindungszeit, das Bewegungssehen und das räumliche Sehen hängen außerordentlich stark von der Gesichtsfeldleuchtdichte und von der Anpassung der Netzhaut an die herrschende Gesichtsfeldleuchtdichte ab. Je größer der Unterschied zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gesichtsfeldleuchtdichten ist, um so länger braucht das Auge, um sich von einem auf den anderen Zustand umzustellen. Bei Tageslicht im Freien hat man es mit durchschnittlichen Gesichtsfeldleuchtdichten von mehr als 10000 asb (1 asb = 1 Apostilb = 1 Lux auf weißer Fläche), bei künstlicher Beleuchtung mit durchschnittlich 10–500 asb, am Röntgenschirm bei der Durchleuchtung oder in der photographischen Dunkelkammer meistens mit weniger als 0,01 asb zu tun. Das Auge muß also beim Übergang vom Tageslicht auf die Leuchtdichte des Röntgenschirms oder beim Betreten der Dunkelkammer seine Empfindlichkeit im Verhältnis 10000: 0,01 also um rund 1:1000000 umstellen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Herbert Schober

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