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Grundfragen des Stanzens

  • Walter Sellin
Chapter
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Part of the Werkstattbücher book series (WERKSTATTBÜCHER, volume 60)

Zusammenfassung

Nach den Festlegungen des Ausschusses für wirtschaftliche Fertigung beim Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit (AWF) ist „Stanzen“ ein Sammelbegriff für spanlose Formarbeiten durch Ober- und Unterstempel. Diese Formarbeiten sind: Biegen, Rollen, Formstanzen, Stauchen, Nieten, Flachstanzen, Prägen. Näher gekennzeichnet ist:
  1. a)

    „Biegen“ durch Biegestanze: als Umformen eines Teiles zwischen Ober- und Unterstempel mit zum Zuschnitt winklig stehenden, im allgemeinen zueinander parallelen Flächen so, daß die Dicke des Werkstoffes sich nicht wesentlich verändert.

     
  2. b)

    „Rollen“ durch Rollstanze: als Umformen eines Teiles mit angekipptem bzw. hochgezogenem Rand zwischen Stempel und Gegenlage derart, daß durch Druck dieser Rand an einer am Stempel angebrachten Hohlkehle entlanggleitet und einen Wulst bildet.

     
  3. c)

    „Formstanzen“ (Formschlagen) durch Formstanze: als Umformen eines Teiles zwischen Ober- und Unterstempel von beliebiger Form, an denen sich der Dicke des Werkstoffes entsprechende Vertiefungen und Erhöhungen gegenüberstehen.

     
  4. d)

    „Stauchen“ durch Stauchstanze: als Umformen zur Werkstoffanhäufung an bestimmten Stellen.

     
  5. e)

    „Nieten“ durch Nietstanze: als Verbinden von Teilen durch besondere vom Teil selbst gebildete Nieten unter der Presse.

     
  6. f)

    „Flachstanzen“ (Planieren) durch Flachstanze (Planierstanze): als Richten eines Teiles durch die ebenen glatten oder gerauhten Flächen zweier Stempel.

     
  7. g)

    „Prägen“ durch Prägestanze: als Umformen eines Teiles zwischen Ober- und Unterstempel so, daß Änderungen in der Flächenform und Dicke des Werkstoffes eintreten und daß der Werkstoff vorhandene Vertiefungen in den Stempelflächen durch Werkstoffwanderung voll ausfüllt.

     
  8. h)

    Streckziehen: als Umformen eines an zwei Seiten eingespannten flachen Bleches mit Hilfe eines Stempels durch Biegen und Recken derart, daß das Blech sich wie eine Haut an den Stempel anlegt und dessen Form beibehält.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1949

Authors and Affiliations

  • Walter Sellin

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