Ladung

  • Joseph Krauß
  • Martin Berger
Part of the Handbuch für die Schiffsführung book series (SCHIFFSFÜHRUNG, volume 2)

Zusammenfassung

Bei einem Frachtgeschäft wirken folgende Personen mit (s. S. 23 ff.):
  1. 1.

    Verfrachter = Reeder (bzw. Schiff), als Vertreter häufig der Agent oder Makler, unter Umständen der Zeitcharterer.

     
  2. 2.

    Befrachter = derjenige, der den Frachtvertrag mit dem Verfrachter abschließt.

     
  3. 3.

    Ablader = derjenige, der die Güter dem Schiffe zur Beförderung übergibt.

     
  4. 4.

    Empfänger = derjenige, an den die Güter im Bestimmungshafen abzuliefern sind.

     

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Referenzen

  1. 1.
    Trimmoment ist das Produkt aus Zuladung (Last) und Abstand dieser Zuladung vom Wasserlinienschwerpunkt (Lastarm).Google Scholar
  2. 2.
    Gesamttrimmänderung ist die algebraische Differenz der Tiefgangsänderung am Vor- und Hintersteven.Google Scholar
  3. 1.
    Wasserlinienschwerpunkt ist der Schwerpunkt der Wasserlinienfläche bei dem jeweiligen Tiefgang. Er liegt bei den meisten Schiffen und mittl. Tiefgängen etwas (etwa 1–2 m) vor Mitte Schiff. Bei neuen Schiffen, deren Kreuzerheck eingetaucht ist, liegt der Wasserlinien-⊙ oft hinter Mitte Schiff. Man findet die Kurve der Wasserlinien-⊙ im Kurvenblatt des Schiffes.Google Scholar
  4. 1.
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  5. 1.
    Über Stabilität siehe Teil V.Google Scholar
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    Beide Vorschriften befinden sich in Neubearbeitung (1954).Google Scholar
  7. 1.
    Dampfdruck nach REID = 454 g pro Zoll2 = 0,0703 kg/cm2.Google Scholar
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  11. 2.
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  12. 1.
    Brennstoffbehälter entleeren, Putzlappen entfernen, bei Nässe trocken reiben, auf Schrammen achten.Google Scholar
  13. 2.
    Sehr empfindliche Kühlladung, s. S. 193, können, in Papier verpackt, bei künstlicher Lüftung bis zu 7 Stauden hoch gepackt werden; in Crates Stauung beliebig hoch, aber Vorsicht, da Holz sehr schwach.Google Scholar
  14. 3.
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    Nur auf Verantwortung des Verschiffers verladen, sehr vorsichtig behandeln. Gewöhnlich in Kisten verschiedener Größe versandt. Da Eier in Kalk, Stroh usw. verpackt werden, sind die Maße verschieden (s. auch Kühlladung S. 194).Google Scholar
  18. 1.
    Auf gute Bezeichnung einzelner Partien achten (kleine Blechschilder). Abteilen durch altes Tau werk.Google Scholar
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    Schienen und starke Stäbe nie querschiffs stauen, wenn nicht genügend gesichert, da schon häufiger die Bordwände beim Schlingern beschädigt oder sogar durchstoßen wurden.Google Scholar
  20. 3.
    Erze dünsten oft aus, geben auch häufig Feuchtigkeit ab, daher keine empfindliche Ladung auf Erze stauen. Durch Erzladungen werden die Schiffe oft sehr steif, daß sie auf See sehr stark arbeiten; die Schiffe leiden ungemein dadurch. Schiffe, die nicht besonders für Erzladungen gebaut sind und auch keine Hochtanks haben, sollen möglichst etwas Erz in die Zwischendecks nehmen und dort für absolut feste Lagerung sorgen (s. auch S. 190).Google Scholar
  21. 4.
    Gutes Garnier legen. Vor Nässe schützen. Haarseite nach außen. Keine beschädigten und keine angefaulten Felle an Bord nehmen; auf rote oder andere Flecke achten; wenn vorhanden, im Konnossement vermerken, da sonst Schiff haftbar gemacht werden kann. Nicht Fellseite auf Fellseite stauen. Riechende Ladung. Gute Lüftung.Google Scholar
  22. 1.
    Geruchempfindliche Ladung, falls als Nahrungsmittel bestimmt. Nicht an warme Schotte stauen.Google Scholar
  23. 2.
    Bei Getreideladungen UVV, SSV und ausländische SicherheitsVorschriften beachten (s. auch S. 198).Google Scholar
  24. 1.
    Hochkant und querschiffs, möglichst unter die Luke stauen. Spiegelglas vor Feuchtigkeit schützen. Vermerk auf Empfangsschein: „Nicht verantwortlich für Bruch“.Google Scholar
  25. 2.
    Nicht mit Fett und Öl zusammenstauen.Google Scholar
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  27. 4.
    Gesalzene, nasse Häute erfordern hohes Garnier, Haarseite nach unten stauen. Am La Plata wird folgendermaßen verfahren: Die erste Lage wird mit der Fellseite nach unten gelegt, nachdem der Boden mit Salz bestreut wurde. Alle weiteren Lagen staut man mit der Fellseite nach oben. An den Seiten läßt man die Häute an der Bordwand dachziegelförmig mit Fell nach außen hochziehen.Google Scholar
  28. 1.
    Stark riechend, nasse Ladung infolge Leckens. 1000 kg ~ 7 Fässer.Google Scholar
  29. 2.
    Meistens feucht, daher keine trockene Ladung darauf stauen. Keine Faserstoffe (Baumwolle) auf Nutzholz stauen. Bei Balken keine Haken! Bei Decksladung s. Stabilität und S. 195.Google Scholar
  30. 3.
    Gleichmäßige Temperatur notwendig. Honig gärt leicht, daher ist an den Fässern manchmal ein kleines Spundloch angebracht, das nach Übernahme an Bord zu öffnen ist. Das Schließen dieser Spundlöcher später beim Löschen nicht vergessen!Google Scholar
  31. 4.
    Neigt zur Selbstentzündung, besonders Jutesäcke mit Ölkernen. Gute Ventilation!Google Scholar
  32. 5.
    Vor Feuchtigkeit und riechender Ladung schützen. Gute Ventilation. Bei Übernahme achtgeben, daß die Säcke heil und nicht schlaff sind.Google Scholar
  33. 1.
    Seefrachtordnung beachten! Nicht mit Eisenladungen zusammenstauen, da diese rosten.Google Scholar
  34. 2.
    Weit ab von Nahrungsmitteln usw. stauen, da stark riechend.Google Scholar
  35. 3.
    Leicht entzündbar, nicht an Heizraumwände stauen!Google Scholar
  36. 4.
    UVV beachten: Explosions- und Selbstentzündungsgefahr. Trimmen.Google Scholar
  37. 5.
    Koks kann bis zu 20 % Wasser aufnehmen.Google Scholar
  38. 6.
    Auch in Säcken. Nur trockene Ladung annehmen. Neigt zur Selbsterhitzung und zur Bildung atemgefährlicher Gase. Gute Ventilation. Entfernt stauen von empfindlichen Gütern, insbesondere von Tee.Google Scholar
  39. 1.
    Nicht in die Nähe von öl oder Fett stauen, da feuergefährlich.Google Scholar
  40. 2.
    Siehe Getreide.Google Scholar
  41. 3.
    In Platten sehr zerbrechlich, s. Glas.Google Scholar
  42. 4.
    Nicht in die Nähe von dünstender Ladung (z. B. Trockenobst) stauen.Google Scholar
  43. 1.
    Stark riechend, fernab von empfindlicher Ladung und Kessel Schotten.Google Scholar
  44. 2.
    Flach stauen, niemals hochkant.Google Scholar
  45. 3.
    Wertvolle Ladung, stark riechend und schwitzend, gute Ventilation.Google Scholar
  46. 4.
    Nicht mit Mehl zusammenstauen.Google Scholar
  47. 5.
    Besondere Ventilation.Google Scholar
  48. 1.
    Siehe Getreide.Google Scholar
  49. 2.
    Frei halten von öl-, Teer- u. Fettrückständen. Sauerstoff träger!Google Scholar
  50. 3.
    Gefährliche Ladung, siehe Seefrachtordnung.Google Scholar
  51. 4.
    Gefährliche Ladung, nicht in die Nähe von Eisen und fern von Eisenteilen des Schiffes stauen.Google Scholar
  52. 1.
    Wertvolle Ladung, nicht mit schwitzender Ladung und Eisen zusammenstauen.Google Scholar
  53. 2.
    Besondere Ventilation.Google Scholar
  54. 3.
    Sehr empfindliche Ladung, besonders gegen Druck. Gutes Garnier und gute Ventilation. Keine Haken benutzen.Google Scholar
  55. 1.
    Sehr empfindliche Ladung, besonders gegen Feuchtigkeit und Geruch.Google Scholar
  56. 2.
    Viehtransporte erfordern große Sorgfalt. Bestimmungen des Abgangsund Bestimmungshafens und Futtervorschriften beachten. Heilmittel mitnehmen.Google Scholar
  57. 1.
    Gutes Garnier: Auf Empfangsschein vermerken: „Nicht verantwortlich für Bruch und Leckage.“ Achtung: Diebstahl!Google Scholar
  58. 2.
    Siehe Getreide.Google Scholar
  59. 3.
    Trockene Räume. Schornsteinschutz gegen Funkenflug.Google Scholar
  60. 4.
    Trockene Räume. Zucker gibt Feuchtigkeit ab. Gute Ventilation.Google Scholar
  61. 1.
    Das spez. Gew. s eines Körpers ist gleich seinem Gewicht G, dividiert durch sein Volumen V, also s = G:V.Google Scholar
  62. 1.
    Die Angaben gelten für Bolivien, Chile, Ekuador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Kostarika, Nikaragua, Peru, S. Salvador und Venezuela.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1955

Authors and Affiliations

  • Joseph Krauß
  • Martin Berger

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