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Zusammenfassung

Die meisten Tiere züchten, sofern sie ihre eigenen Jungen aufziehen. Diese Züchtungsprodukte, wenn man sie so nennen will, sehen dann ihren Eltern ähnlich. Im folgenden seien Züchtungsprodukte betrachtet, die von Tieren aufgezogen werden und insofern merkwürdig sind, als es sich um Junge handelt, die ihren Eltern keineswegs ähnlich sehen, oder um Pfleglinge, die, obwohl artfremd, ihren Pflegern auffallend gleichen. Unter Züchten versteht man sonst zielbewußtes Umprägen des Genotypus (Erbgutes) bzw. des Phänotypus (äußeren Kleides). Wenn wir von dem „zielbewußt“ absehen, dann ist die Überschrift doch wohl jeder gefährlichen Vermenschlichung entkleidet. Wenn wir uns sodann im folgenden beschränken auf die zunächst mehr theoretischen, vergleichend-biologischen Betrachtungen von zoologischen Beispielen züchterischer Veränderungen an Genotypen und Phänotypen, so mag das von Vorteil sein. Es ist damit eine auch praktisch wichtige Frage und die Frage nach der Erklärung sozialer Lebensformen bei Tieren angeschnitten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • Ludwig Armbruster
    • 1
  1. 1.Berlin-DahlemDeutschland

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