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Physik pp 171-187 | Cite as

Stoffe in verschiedenen Aggregatzuständen

  • Christian Gerthsen

Zusammenfassung

Bringt man, wie in Abb. 209, über die Quecksilbersäule eines Barometers in das Torricellische Vakuum eine kleine Flüssigkeitsmenge, so verdampft ein Teil von ihr. Der Druck des Dampfes in Ton ist gleich dem in mm gemessenen Betrag h, um den die Quecksilbersäule sinkt. Jede Flüssigkeit hat einen charakteristischen Dampfdruck, der nur von der Temperatur, aber nicht vom Volumen abhängt. Eine Volumenverringerung bedingt, daß sich Dampf aus dem Dampfraum wieder kondensiert; beieiner Volumenvergrößerung verdampft soviel Flüssigkeit, bis der Dampfdruck wieder gleich groß ist. Diesen nur von der Temperatur abhängigen Dampfdruck bezeichnet man als Sättigungsdruck oder Tension. Erst wenn bei Volumenvergrößerung alle Flüssigkeit verdampft ist, nimmt mit wachsendem Volumen der Druck ab. Je geringer der Druck wird, desto mehrnähern sich die Eigenschaften des Dampfes denen der per-manenten Gase; letztere nennt man auch ungesättigte Dampfe. Den flüssigen und dampfförmigen Zustand bezeichnen wir als je eine Phase des Stoffes. Dieser Begriff wird aber nicht nur auf verschiedene Aggregatzustände, nämlich feste, flüssige und gasförmige, angewendet, sondern er bezeichnet allgemein solche homogenen Gebiete innerhalb eines Systems, die durch Trennungsflächen gegeneinander abgegrenzt sind, z. B. nebeneinander existierende feste Modifikationen des gleichen Stoffes.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • Christian Gerthsen
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule KarlsruheKarlsruheDeutschland

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