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Schlußbemerkungen

  • L. Loewenfeld

Zusammenfassung

Wir sind am Schlusse unserer, wenn auch etwas flüchtigen, doch nicht ganz mühelosen Umschau angelangt. Wir haben dabei unsere Blicke in die Vergangenheit wie in die Zukunft schweifen lassen und nichts entdeckt, was uns zu besonderem Stolze auf den derzeitigen Stand unserer Kultur und Intelligenz berechtigen könnte. Im geistigen Leben der Völker begegnen wir ähnlichen Entwicklungsschwankungen, wie in dem der Individuen: Frühreife auf der einen Seite und auffälliges Zurückbleiben auf der anderen. Unter den Völkern des Altertums wiesen die Griechen und Römer einen Zustand geistiger Frühreife auf, der, wie so oft bei den Individuen, sich nicht mit ben Bedingungen einer längeren Lebensdauer verknüpfte. Der Prozeß geistiger Frühreife hat sich bei keinem der europäischen Völker der Gegenwart wiederholt. Die Geisteskultur, die wir bei denselben finden, ist das Produkt einer Evolution, die sich nur sehr allmählich vollzog, und vielleicht liegt hierin eine Bürgschaft gegen einen Rückfall in Barbarei.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • L. Loewenfeld
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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