Zusammenfassung

Jede Zahnextraktion ist ein mit geringerer oder stärkerer Verletzung des Integumentes verbundener Eingriff, muß daher, wenn man jeder Verantwortung ledig sein will, unter Berücksichtigung der für chirurgische Operationen geltenden Grundsätze hinsichtlich Anti- und Asepsis vorgenommen werden. Die tägliche Praxis zeigt, daß eine laxe Handhabung dieser Vorschriften nicht ohne Folgen bleibt, zum mindesten zu Störungen in der Wundheilung (Zersetzungen des Blutgerinnsels in der Alveole, Foetor exore, Stomatitis, Nachschmerzen, Schlingbeschwerden usw.) Anlaß geben, aber auch sich durch schwere, selbst tödliche Erkrankungen rächen kann. Dies gilt schon für einfache, ohne Schmerzbetäubung vorgenommene Extraktionen, um so mehr aber bei Anwendung der lokalen Anästhesie, denn es ist klar, daß die damit verbundenen unvermeidlichen Gewebsschädigungen eine verschärfte Aufmerksamkeit gegenüber der Infektionsgefahr verlangen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • B. Mayrhofer
    • 1
  1. 1.zahnärztlichen Universitätsinstitutes in InnsbruckInnsbruckÖsterreich

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