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Die Hysterie im Kindesalter

Pathogenese und Symptomatologie
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Zusammenfassung

M. H.! Seitdem die veraltete, irrtümliche Auffassung, daß die Hysterie (ΰστεϱα = Gebärmutter) von Erkrankungen der Genitalorgane ausgehe, endgültig aus der Welt geschafft ist, seitdem man ferner im Gegensatz zu früher auch hysterische Männer kennen lernte, hat man auch zahlreiche1) wichtige und markante nervöse und psychische Störungen des Kindesalters als hysterisch aufzufassen sich gewöhnt. Die Entfernung des genitalen Odiums war für eine fruchtbringende Hysterieforschung und zweckmäßige Behandlung eben so nötig, wie die Zerstörung der üblichen Laienvorstellung, hysterische Beschwerden seien identisch mit launenhaften Einbildungen verwöhnter Individuen. Die Erkennung der kindlichen Hysterie vollends als einer Psychoneurose bestimmten Charakters war um so bedeutungsvoller, als gerade sie in ihren unfertigen und einfacheren Fällen die besten Aussichten auf Heilung bietet, was man von den bis in die Kindheit zurück verfolgbaren Hysterien der Erwachsenen leider nicht sagen kann.

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Notes

Literatur

  1. 2).
    Vgl. Singer, K., Die Schreckneurosen des Kindesalters. Samml. zwangl. Abh. 1918. Heft 5. Jena, G. Fischer.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität JenaDeutschland

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