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Die psychopathischen Konstitutionen des Kindesalters

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Zusammenfassung

M. H.! Ich führe Sie heute gleich medias in res mit der Besprechung der psychopathischen Konstitutionen (Ziehen)1) des Kindesalters. Man versteht darunter Krankheitszustände, die keine vollentwickelten, wohlcharakterisierten Geistesstörungen sind, sondern gewissermaßen auf der Grenzscheide stehen zwischen dem Normalėn und Krankhaften des Seelenlebens. Während ihre Anfänge und leichtesten Ausprägungen sich unmerklich in der Breite der „Norm“ verlieren, führen ihre Steigerungen, entweder vorübergehend oder dauernd, in fließenden Übergängen hinüber zu vollentwickelten Neurosen und Psychosen. Dazu gehört eine große Zahl der Kinder, die man landläufig als „nervös“ bezeichnet, ebenso die Regelwidrigkeiten der jugendlichen Psyche, die zuerst von Koch und später in engster Anlehnung an ihn von Trüper den „psychopathischen Minderwertigkeiten“ zugewiesen wurden. Auch die Bezeichnung der Psychasthenie (Pick, Heller) dürfte damit identische oder mindestens verwandte Begriffe decken.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Vgl. I brahim, Über respiratorische Affektkrämpfe im frühen Kindesalter (das sog. „Wegbleiben“ der Kinder). Zeitschr. f. d. ges. Neurol. u. Psych. Bd. 5, 1911. Stier, Die respiratorischen Affektkrämpfe des frühkindlichen Alters. Samml. zwangl. Abhandl. Bd. 1, Heft 6. Jena. Gustav Fischer. 1918.Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. Haymann, Kinder aussagen. Samml. zwangloser Abhandlungen von Hoche, Bd. 8, Heft 7, Halle, Marhold, 1909.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. Stier, Wandertrieb und pathologisches Fortlaufen bei Kindorn. Samml. zwangloser Abhandl. I. Bd. Heft 1/3. Jena, Gustav Fischer. 1913.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität JenaDeutschland

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