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Die Behandlung und Fürsorge beim jugendlichen Schwachsinn. — Moral insanity

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Zusammenfassung

M. H.! Ich habe Ihnen die mannigfachen Charaktere und Erscheinungsformen des kindlichen Schwachsinns geschildert. Was wird nun aus der großen Menge krankhaft Schwachbegabter Kinder, wenn sie rechtzeitig in ärztlich-pädagogische Behandlung kommen? Wie stellen sich die Heilungs- oder Besserungsaussichten? Bindende Angaben lassen sich bei dieser Frage von vornherein nicht machen. Aber einzelne Richtlinien in der Voraussage kann man ziehen. Die Idiotie, die schon in den ersten Lebensjahren erkannt wird, bietet eine traurige Prognose. Die tiefe Rückständigkeit der Gehirnentwicklung läßt keinerlei intellektuellen Aufschwung zu. Zudem sind die Idioten in vielen Fällen nicht nur geistig, sondern allgemein minderwertige Geschöpfe, und nicht selten haften ihnen noch spezielle schwere körperliche Gebrechen (Lähmungen, Epilepsie, Defekte der Sinnesorgane usw.) an. Eine kleine Ausnahme machen zwar die kretinoiden (myxödematösen) Idioten, deren körperlicher Habitus nicht nur, sondern auch deren geistige Beschaffenheit durch die Thyreoidin-Therapie günstig beeinflußt wird. Unter den Imbezillen müssen wir prognostisch scheiden zwischen den Kindern, bei denen zur Zeit der Untersuchung Körper und Geist gleich schlecht entwickelt sind (Intelligenz, Körperbau, Sprache, Gang), und solchen, bei denen die cerebrale Entwicklung bei guter körperlicher Konstitution zurückblieb.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität JenaDeutschland

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