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Der Affekt im Traume

  • Wilhelm Stekel

Zusammenfassung

Es gibt eigentlich keinen affektlosen Traum. Denn die affektlosen Träume — oder sagen wir besser die affektschwachen Träume werden gar nicht erinnert. Es ist für mich selbstverständlich, daß die Traumarbeit einsetzt, so wie der Mensch die Augen schließt. Dafür will ich später auch einige Beweise bei der Besprechung der hypnagogen Bilder erbringen. Schlafend träumen wir permanent. Wir erwachen, wenn der Affekt so groß wird, daß er das Bewußtsein aufrüttelt. Ebenso erinnern wir uns nur an die sehr stark affektbetonten Träume. Nur diese erregen unsere Aufmerksamkeit. Ist die Aufmerksamkeit doch, wie Bleuler1) treffend bewiesen hat, ein affektativer Zustand. Der Traum ist eigentlich ein Spiel von Darstellungen im Dienste der Affekte.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Stekel

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