Fuss und Bein pp 485-489 | Cite as

Der Zinkleimverband

  • Georg Hohmann

Zusammenfassung

Dieser von Unna in den achtziger Jahren angegebene Verband ist für die Behandlung einer ganzen Anzahl von Erkrankungen des Beins zu einem Universalverband geworden, oder richtiger ausgedrückt, er hätte es werden müssen. Leider hat er nicht überall die Beachtung gefunden, die er verdient. Zum Teil mag daran die mangelhafte Technik schuld sein, die viele Ärzte, die ihn anwendeten, hatten. Denn wenn der Verband, anstatt dem Patienten Erleichterung seiner Beschwerden zu verschaffen, drückt, einschneidet, ja noch mehr staut, was alles bei schlechter Anlegung oder mangelhaftem Material möglich ist, dann verläßt der Arzt einen solchen ihm empfohlenen Verband wieder, und auch der Patient will nichts mehr davon wissen. Und doch sind solche Erscheinungen nur auf Fehler in der Technik zurückzuführen. Genau so wie eine Operationsmethode deshalb nicht schlecht ist, weil sie in der Hand eines Ungeübten und Unerfahrenen keinen Erfolg hat. Es ist darum nach meiner Ansicht sehr wichtig, den Ärzten eine gute Technik des Zinkleimverbandes ausführlich zu beschreiben, da sie mit ihm ein Heilmittel in die Hand bekommen, das in einer ganzen Reihe von Schmerzzuständen am Bein Hilfe bringt. Was wollen wir mit dem Verband erreichen? Der Verband soll einmal eine Kompression der erweiterten, oberflächlichen Hautvenen, der sichtbaren Varicen bewirken. Er soll durch deren Kompression die Stauung in diesen Venensäcken und die Transsudation des Serums in das umgebende Gewebe verhindern.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1951

Authors and Affiliations

  • Georg Hohmann
    • 1
  1. 1.Orthopädischen UniversitätsklinikMünchenDeutschland

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