Fuss und Bein pp 120-127 | Cite as

Ossifikationsstörungen am Fuße und Beine

  • Georg Hohmann

Zusammenfassung

Durch zahlreiche Beobachtungen der neueren Zeit, insbesondere seit der Röntgenphotographie, gewinnen die von alters her behaupteten »Wachstumsschmerzen« eine neue Beleuchtung. Wir sehen an verschiedenen Stellen des kindlichen Fußskeletts typische Schmerzzustände in gewissen Jahren auftreten, für die uns noch die volle Erklärung fehlt. Der Sitz dieser Störungen ist in den Apo- und Epiphysen einzelner Fußwurzelknochen oder in den Knochenkernen der Knochen selbst gelegen. Man hat diese Erscheinungen als »Apophysitis« oder »Epiphysitis« bezeichnet. Über die normale Verknöcherung liegt eine ganze Reihe von Untersuchungen vor. Nach Bade können wir am Fuß des neugeborenen Kindes noch nicht nachweisen: 1. das Kahnbein, 2. die 3 Cuneiformia, 3. die distalen Epiphysen von Tibia und Fibula, 4. die Epiphysen der Metatarsalknochen und der einzelnen Phalangen. Mit 6 Monaten erscheint zuerst der Schatten des cuneiforme externum, mit 16 Monaten die Epiphyse der Tibia, zwischen 16. und 24. Monat das Cuneiforme internum und die Fibulaepiphyse, zwischen 2 und 2½ Jahren das mittlere Cuneiforme und die Epiphysen der übrigen Röhrenknochen des Fußes. Nicht jeder derselben zeigt an beiden Enden Epiphysen. Die große Zehe ist am vollständigsten bedacht, sie hat am proximalen Ende jedes Knochens einen Kern, und zwar tritt die Epiphyse ihrer Endphalange am frühesten auf. Das Kahnbein ist als letzter der Fußwurzelknochen im Röntgenbild sichtbar, es erscheint bald früher, bald später.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Georg Hohmann

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