Zusammenfassung

Haut, Subkutangewebe und Faszie der Kniekehlengegend sind nicht erheblich anders als auf der Vorderseite. Auf der medialen Seite läuft im subkutanen Bindegewebe eine grössere Hautvene, die eine Verbindung zwischen V. saphen. magna und parva herstellt (s. Abb. 189). Sobald die Faszie, die eine einfache Fortsetzung der Oberschenkelfaszie ist, weggenommen ist, erkennt man die eigentümliche Gestalt der Kniekehle. Oben wird sie von den divergierenden Muskeln, lateral dem Bizeps, medial dem Semitendinosus und Semimembranosus begrenzt. Unten bilden die Grenze die beiden Köpfe des Gastrocnemius, die beide oberhalb des Condylus femor. lat. und med., der mediale etwas tiefer als der laterale, von dem Planum popliteum femoris entspringen und nach unten konvergieren. Oberhalb des lateralen Kopfes entspringt noch der kleine M. plantaris und zieht hinter dem Gastrocnemius herab. So entsteht eine rautenförmige Grube zwischen den Muskelbäuchen, die mit Fett ausgefüllt ist. In diesem Fett liegt ziemlich oberflächlich der N. tibialis. Im oberen Winkel der Kniekehle teilt sich meist der N. ischiadicus in seine zwei Zweige, den N. tibialis und N. peroneus. Ersterer zieht in fast senkrechter Richtung nach unten ungefähr in der Mitte der Kniekehle, während der N. peroneus am Innenrand des M. biceps herabzieht bis zu dessen Ansatz am Capitulum fibulae, unter dem er sich auf die Aussenseite und Vorderseite herumschlägt. Medial vom N. tibialis und etwas tiefer zieht die V. poplitea durch die Kniekehle auch in vertikaler Richtung; sie ist in gemeinsamer Gefässscheide innig verbunden mit der Art. poplitea, die noch etwas weiter medialwärts und noch etwas tiefer liegt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • O. Hildebrand
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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