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Zusammenfassung

Es ist früher darauf hingewiesen worden, wie die Entwicklung von drei verschiedenen Organen oder Organsystemen ihren Ausgang vom Ectoderm nimmt. Als erstes derselben wurde das Integumentum commune genannt, welches nicht bloß die aus der Epidermis und dem Corium sich aufbauende Cutis, sondern auch die in engem Zusammenhange mit ihr verbleibenden Derivate (Haare, Nägel, Drüsenbildungen) umfaßt. Eine zweite Reihe von Organsystemen, die Sinnesorgane, erhalten ihre Hauptelemente, die Sinneszellen, welche Eindrücke aufnehmen und an die centripetal verlaufenden Sinnesnerven weitergeben, aus dem Ectoderm. Wir finden dann im Bereiche der Epidermis zum Teil freie Endigungen sensibler oder auch spezifischer Nervenfasern, doch treten häufig solche Fasern in Verbindung mit Epithelzellen, welche durch besondere Differenzierung in den Stand gesetzt sind, Reize aufzunehmen. Wenn eine Anzahl solcher Zellen sich zusammenlegen, so bilden sie primitive, zwischen den übrigen Zellen der Epidermis eingeschaltete Sinnesorgane, wie wir sie z. B. als Organe der Seitenlinie, auch als Geschmacksbecher der Säugetiere, kennen. Sie stellen eine höhere Einrichtung dar, als die einfachen, zwischen den Zellen des Ectoderms eingestreuten Sinneszellen. Andere Sinnesorgane verlagern sich in die Tiefe, und erhalten aus dem umgebenden Mesoderm Hilfsapparate der verschiedensten Art. Solche Bildungen, wie sie uns im Auge oder im Gehörapparate entgegentreten, stellen, im Vergleich etwa zu einem Geschmacksbecher oder gar zu den einfachen Sinnesepithelien, weit höhere oder kompliziertere Sinnesorgane dar.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • H. K. Corning
    • 1
  1. 1.Anatomischen AnstaltBaselSchweiz

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