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Sulcus interparietalis

  • Liselotte Wunderlich

Zusammenfassung

Der Begründer der modernen Cytoarchitektonik, der Wiener Psychiater Meynert, hatte bereits 1868 und 1872 auf die verschiedene Zellzusammensetzung der Großhirnrinde hingewiesen. In der Folgezeit wurde die Lokalisationsfrage in den Vordergrund gerückt und durch elektrobiologische und reizphysiologische Untersuchungen sichergestellt, daß jedem Rindengebiet eine bestimmte physiologische Wertigkeit zugeteilt werden kann (1870 Fritsch, Hitzig, 1874 Munk, Meynert, Betz). Betz war 1874 der erste, der die Großhirnrinde in ein vorderes motorisches und ein hinteres sensibles Gebiet einteilte, und wieder war es Meynert, der 1884 diese Ergebnisse über die Lokalisationen der Leistungen in bestimmten Gebieten der Großhirnrinde wesentlich erweitern konnte. Zunächst wandte sich die anatomisch-lokalisatorische Forschung einzelnen Gebieten zu, die durch ihre klinische Bedeutung besonders ausgezeichnet waren (vordere Zentralwindung, Hinterhauptslappen). Für die Cytoarchitektonik erwuchs aus dieser Lokalisationslehre die Aufgabe zu erforschen, ob bestimmte Zellstrukturen und - formationen für eine bestimmte Leistung typisch und wiederkehrend sind, insbesondere auch, ob die Spezialzellen eine Bedeutung für die spezifischen Leistungen besitzen. Diese Erkenntnis ist wichtig, einmal zur topographischen Orientierung, zum anderen, um rückwirkend bei Erkennung einer neuen Cortexgliede-rung bisher noch nicht festgestellte funktioneile Verschiedenheiten aufdecken zu können.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1944

Authors and Affiliations

  • Liselotte Wunderlich
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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