Schmierstoffe

  • Hans List
Part of the Die Verbrennungskraftmaschine book series (VERBRENNUNG, volume 1)

Zusammenfassung

Schmieren heißt, durch Zugabe von geeigneten Stoffen (Schmiermitteln) das Gleiten von zwei Oberflächen aufeinander möglichst zu erleichtern. Das erfolgt durch die Ausbildung eines festhaftenden Ölfilmes wie bei der flüssigen Reibung bei niederer Belastung oder durch das Zusammenwirken von Schmiermitteln und Schmierfläche derart, daß durch physikalische oder chemische Veränderung der Oberflächeneigenschaften das metallische Gleiten auf geringeren Widerstand stößt, wie es bei der Hochdruckbelastung geschmierter Flächen und halbflüssiger Reibung der Fall ist. Aus dieser Definition ist ersichtlich, daß Schmierung kein einheitlicher Begriff ist, sondern je nach den Bedingungen unter denen sie erfolgt, etwas ganz Verschiedenes sein kann. Im Gebiet der geringeren Belastungen spielt als das Maß der Schmiereignung von Ölen die Viskosität eine Rolle, soweit es sich um die reine flüssige Reibung handelt. Diese geht bei um so größeren Belastungen in das Gebiet der halbflüssigen Reibung über, je besser das Schmiermittel an den Schmierflächen haftet. Die Benetzungswärme, die bei der Benetzung von trockenen Metallen frei wird, ist ein Maß für diese Haftfestigkeit und nimmt deshalb mit steigender Belastbarkeit der Öle zu. Wenn zwei Öle bei gleicher Viskosität bei der gleichen Temperatur des Lagers verschiedene Reibungskoeffizienten ergeben, so führt man das auf die „Oiliness“ (Schmierfähigkeit) zurück, einen etwas dunklen Begriff, der neuerdings immer mehr zergliedert und unter anderem durch die Druckabhängigkeit der Viskosität erklärt wurde.

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© Springer-Verlag Wien 1939

Authors and Affiliations

  • Hans List
    • 1
  1. 1.GrazÖsterreich

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