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Zusammenfassung

Alle wachsenden Warmblütergewebe spalten unter anaeroben Bedingungen Traubenzucker mit erheblicher Geschwindigkeit zu Milchsäure. Beim normalen Wachstum sinkt dieses Gärvermögen im Laufe der Entwicklung ab1. Beispielsweise bildet fetale Rattenleber stündlich 3–5 mg Milchsäure pro 100 mg Gewebe Trockengewicht, Leber erwachsener Ratten nur 0,5–1 mg2. Nur das Gärvermögen der Netzhaut steigt mit der Entwicklungszeit an (1. c. 1).

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Literatur

  1. 1.
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    Vgl. hierzu z. B. Loebel, Biochem. Zeitschr. 161, 219. 1925 u. besonders F. Laquer, Zeitschr. f. pysiol. Chemie 116, 169. 1921; 122, 26. 1922 sowie Laquer u. Meyer ebendaselbst 124, 211. 1924.Google Scholar
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    Pentimalli (Zeitschr. f. Krebsforsch. 25, 347. 1927) untersuchte den Stoffwechsel regenerierenden Muskelgewebes junger Hühner. Er findet 20 Stunden nach der Verletzung des Muskels eine Steigerung der anaeroben Gärung, die bis zum 4. Tag weiter zunimmt und bis zum 10. Tag wieder abgeklungen ist. Es scheint mir bisher nicht erwiesen zu sein, ob sich die Steigerung des Gärungsstoffwechsels ausschließlich oder wenigstens vorwiegend in den verletzten und regenerierenden Muskelfasern abspielt oder ob sie nur ein Merkmal für das Eindringen von Wanderzellen in den verletzten Muskel ist. Der Spaltungsstoffwechsel von Wanderzellen ist stets groß. Pentimalli selber läßt es dahingestellt bleiben, ob es sich bei der Heilung der Muskelwunde stets um eine vollkommene Regeneration handelt.Google Scholar
  7. 1.
    In einigen dieser und der im 4. Abschnitt folgenden Versuche wurde nach Beendigung der manometrischen Messung und Herausnahme der Gewebeschnitte aus den Trögen colorimetrische Milchsäurebestimmungen in der Suspensionsflüssigkeit ausgeführt (Veratrolprobe nach Mendel-Goldscheider, Biochem. Zeitschr. 164, 163. 1925). Eine völlige Übereinstimmung zwischen der aus der manometrischen Messung berechneten Säuremenge und der colorimetrischen gefundenen Milchsäure fand sich selten. Woran dies liegt, bleibt vorerst ungewiß. Die relative Größe der Extragärung ist nach beiden Methoden übereinstimmend. Einzelheiten über die Milchsäurebestimmung sowie über den zeitlichen Verlauf und die Größe der Extragärung finden sich in der zitierten Arbeit von A. Lasnitzki und mir.Google Scholar
  8. 1.
    Hierbei war an Maltose als Hydrolysenprodukt des Glykogens zu denken. Doch wird zugesetzte Maltose (Kahlbaum) von Lebergewebe nicht schneller umgesetzt als Glucose. Laquer u. Meyer (1. c.) finden beim Froschmuskelbrei Milchsäurebildung aus Zwischenkohlehydraten. Auch hier war zugesetzte Maltose unwirksam.Google Scholar
  9. 2.
    Biochem. Zeitschr. 191, 125. 1927. Ähnlich verhält sich wahrscheinlich Fructose bei der Leber ernährter Ratten.Google Scholar
  10. 2.
    Die gleiche Vermutung äußert N. Watermann (Glycolytic activation by tumour extracts. The British Journ. of Experiment. Patholog. 6, 300. 1925).Google Scholar
  11. 3.
    Vgl. hierzu C. Neuberg und A. Gottschalk, liber Co-Zymase und Apo-Cymase. Biochem. Zeitschr. 161, 244. 1925; dort auch weitere Literaturangaben.Google Scholar
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  14. 6.
    Bisher unveröffentlichte Versuche.Google Scholar
  15. 1.
    Biochem. Zeitschr. 183, 176. 1927.Google Scholar
  16. 2.
    Es ist möglich, daß sich Mannose ebenso verhält, da sie nach Warburgs Untersuchungen sich beim Flexner-Jobling-Carcinom als fast ebenso gärfähig erweist wie Glucose.Google Scholar
  17. 1.
    Beispielsweise könnte bei den Versuchsergebnissen von Dische und Laszlo (Biochem. Zeitschr. 175, 412. 1926) an etwas derartiges gedacht werden.Google Scholar
  18. 2.
    Auch bei den Versuchsergebnissen von N. Watermann, Arch. néerland. de physiol. de l’homme et des anim. 9, 573. 1924 u. 1. c. ist diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Otto Rosenthal
    • 1
  1. 1.Chemischen LaboratoriumUniversitätsinstitutes für Krebsforschung an der CharitéBerlinDeutschland

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