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Stalagmometrische Untersuchung des Pferdeserums unter besonderer Berücksichtigung der Trächtigkeit

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Zusammenfassung

Aus wirtschaftlichen, praktischen und forensischen Gründen ist eine möglichst frühzeitige und sichere Trächtigkeitsdiagnose erwünscht. Die Untersuchungsmethoden, die dieses Ziel verfolgten, wurden wesentlich vervollkommnet, seit das Uteringeräusch als bedeutsames Trächtigkeitssymptom beim Rinde von Dennhardt l) erkannt und in Betracht gezogen wurde. Später hat dann Richter 2) festgestellt, daß das Arterienschwirren (Uteringeräusch) auch beim Pferde auslösbar ist und ein wichtiges, diagnostisch verwertbares Symptom der Gravidität darstellt. Als wertvolle Forschung auf diesem Gebiete muß auch die Arbeit Ziegers bezeichnet werden. Zieger 3) fand neben anderen charakteristischen Veränderungen der zuführenden Uterinarterien, besonders der Art. uterina media, Dickenzunahme und geschlängelten Verlauf, die aber nicht gleichmäßig auf beiden Seiten in Erscheinung treten, sondern erheblich stärker auf der Seite des trächtigen Hornes nachzuweisen sind. Es ist ferner gelungen, durch galvanometrische Aufnahme der Aktionsströme des fötalen Herzens bei der Stute den Beweis der Trächtigkeit zu erbringen4), doch bleibt abzuwarten, ob diese Methode sich einbürgern und für die Praxis Bedeutung erlangen wird.

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Notes

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  1. 1.Dtsch.-EylauPolen

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