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Über die Infektionsverhältnisse bei dem Wasserfroschcoccid Isospora lieberkühni und die durch diesen Parasiten in der Wasserfroschniere verursachten Veränderungen im Laufe des Jahres und bei den verschiedenen Altersstufen der Frösche

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Zusammenfassung

Das Nierencoccid des Wasserfrosches Isospora lieberkühni hat das Interesse der Zoologen schon lange Zeit erregt, weil es in manchen Gegenden einen ziemlich häufigen Befund darstellt. Trotzdem hat es langer Zeit bedurft, bis man über den Entwicklungskreis dieses Coccids Klarheit erhielt. Die ersten, die die Entwicklung festzustellen versuchten, waren Laveran und Mesnil. Sie gelangten zu dem Ergebnis, daß sich Isospora lieberkühni nach Verfütterung reifer Sporen an Wasserfrösche in der Blutbahn vermehre, hierauf in den Glomerulis ihre Befruchtung durchmache und von da in die Nierenkanälchen gelange. Bei der Nachuntersuchung durch Nöller 1913–1919 stellte sich aber dieses Ergebnis insofern als irrig heraus, als die von den beiden Forschern beschriebenen Befruchtungsstadien in den Glomerulis nicht in den Entwicklungskreis von Isospora lieberkühni, sondern in den des Endothel- und Blutcoccids Lankesterella minima hineingehörten. Erst 1923 hat Nöller in einer kurzen Mitteilung den Entwicklungskreis vor der Befruchtung des Coccids beschrieben. Aus seinen Befunden und Darlegungen, besonders bei jungen Fröschen, geht hervor, daß die Infektion hauptsächlich eine Jungtierinfektion darstellt und daß die früheren Entwicklungsstufen hauptsächlich im Frühjahr beobachtet werden. Zum weiteren Ausbau dieser Befunde erhielt ich die Aufgabe, an einem großen Material von Fröschen aller Altersstufen im Sommer 1923 festzustellen, ob in der Tat nur im Frühjahr frische Infek. tionen vorliegen, ob die Infektion bei allen Altersstufen gleichmäßig verläuft und welche pathologisch-anatomischen Veränderungen das Coccid in der Niere verursacht.

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Notes

Literaturverzeichnis

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  1. 1.MaisbachDeutschland

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