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Das Raumsehvermögen im Unterdruck

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Zusammenfassung

Trotz der verschiedenen Untersuchungen im Unterdruck scheinen bisher keine Beobachtungen über Veränderungen des Raumsehens bei Sauerstoffmangel vorzuliegen. Der Grund hierfür kann in dem Fehlen einer quantitativen Untersuchungsmethode liegen. Nunmehr sind solche genauen Untersuchungen möglich, und zwar durch ein von Koch entwickeltes Raumsehprüfgerät, das eine quantitative Auswertung der Versuchsergebnisse ermöglicht. Zum allgemeinen Verständnis erscheint es angebracht, zunächst kurz auf das binokulare Tiefen-sehen und besonders auf die Bedeutung der Augenstellung einzugehen. Wir wissen, daß die Augenstellung auf nervösem Wege gesteuert wird (nach Axenfeld):
  1. 1.

    Durch den Willen.

     
  2. 2.

    Durch das vom Willen nicht unmittelbar abhängige Fusionsbestreben.

     
  3. 3.

    Durch den Muskeltonus, der teils reflektorisch bedingt, teils von der Aufmerksamkeit und dem jeweiligen Interesse für die Gesichtseindrücke abhängig ist.

     
  4. 4.

    Durch die Assoziation von Akkommodation und Konvergenz.

     
  5. 5.

    Durch Erregungen subcorticalen Ursprunges, die dem Augenmuskelkern vom Vestibularapparat zufließen, normalerweise aber durch die starken von den corticalen Zentren stammenden Erregungen verdeckt werden.

     

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Notes

Schrifttum

  1. 1.
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  1. 1.Physiologischen InstitutUniversität GießenDeutschland

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