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Die Theorie der Indicatoren

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Zusammenfassung

Über die Frage, welche chemischen Veränderungen am Indicator vor sich gehen, die die Farbänderung verursachen, gibt es zwei Auffassungen: die Ionentheorie oder die Theorie von Wilhelm Ostwald (1) und die chromophore oder chemische Theorie, die gegenwärtig gewöhnlich die Theorie von Hantzsch genannt wird. Abgesehen von diesen zwei Theorien hat Wolfgang Ostwald (2) einen neuen Gesichtspunkt hervorgehoben. Er behauptete nämlich, daß der Farbumschlag von einer Änderung im Dispersitätsgrade des Indicators begleitet sei. Aus den Untersuchungen von Kruyt und Kolthoff (3) u. a. geht aber hervor, daß dies nicht immer der Fall ist, so daß die Theorie von Wolfgang Ostwald nicht allgemeine Gültigkeit besitzt. Selbst wenn sich der Dispersitätsgrad mit der Farbe ändern sollte, so würde die Änderung des Dispersitätsgrades noch keine „Ursache“ von der Farbänderung sein, sondern nur auf eine Erscheinung hinweisen, die damit parallel läuft; außerdem ist nicht einzusehen, warum nur Wasserstoff- und Hydroxylionen einen so großen Einfluß auf die Farbe und den Dispersitätsgrad haben sollen. Wir können bei der Besprechung der Theorien der Indicatoren die Auffassung von Wolfgang Ostwald außer acht lassen1). Es bleiben also noch die Theorien von W. Ostwald und von Hantzsch zu besprechen. Nach W. Ostwald sind die Indicatoren schwache Säuren oder schwache Basen, von denen die nichtdissoziierte Form eine andere Farbe besitzt als die Ionen; mit anderen Worten: Ostwald schreibt den Farbumschlag eines Indicators dem Übergange in die Ionenform, und umgekehrt, zu.

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Notes

Literaturverzeichnis zum achten Kapitel

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  1. 1.Pharmazeutischen LaboratoriumReichs-Universität UtrechtNiederlande

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