Die Energiebilanz

  • Otto Kappelmayer
Part of the Bibliothek des Radio-Amateurs book series (RADIO OBA, volume 11)

Zusammenfassung

Wir kommen damit zu einem Punkt, der meistens sowohl von Konstrukteuren als auch Radioamateuren übersehen wird. Es ist die Frage: Wann kann ein widerstandsgekoppelter Verstärker mit Senderöhren wirklich die höchste Leistung hergeben? Bei manchen Vorführungen läßt man sich dadurch verblüffen, daß der betreffende Experimentator die Verhältnisse in günstiger Weise abgeglichen hat, und glaubt dann, etwas ganz Neues und Hervorragendes gesehen und gehört zu haben, während in Wirklichkeit nur die richtige Ausnutzung des ganzen Apparates den Effekt hervorbrachte. Senderöhren oder Jeistungsfähige Kraftverstärker-Doppelgitterröhren sind immer erst dann am Platze, wenn die Amplitude der einfallenden Niederfrequenz tatsächlich so groß ist, daß die Röhre vollkommen durchgesteuert wird. Ich denke dabei an das Beispiel des Saalverstärkers, der seinerzeit in der Skala vorgeführt wurde. Die meisten Leute glaubten, etwas ganz Neues, besonderes Leistungsfähiges zu sehen, während in Wirklichkeit nur, allerdings bei geschickter Ausnutzung der Sättigungsströme, ein einfacher Dreiröhrenapparat, der dort aus einem gewöhnlichen Einröhrenaudion und einem Zweifach-Kraftverstärker bestand, benutzt wurde. Die Energie der einfallenden Hochfrequenz war bereits eingangs so groß, daß die Empfängerröhre fast vollkommen durchgesteuert wurde.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

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  • Otto Kappelmayer

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