Die Baustoffe und der Bau der Siemens-Martin-Öfen

  • Ernst Cotel

Zusammenfassung

Baustoffe der Siemens-Martin-Öfen können nur solche feuerfeste Stoffe sein, welche nicht nur die an den betreffenden Stellen des Ofens herrschende Temperatur aushalten, sondern auch den an denselben Stellen auftretenden chemischen und mechanischen Einwirkungen — mit einer wirtschaftlich zufriedenstellenden Dauerhaftigkeit — standhalten können. Aus dem Gesichtspunkte des Ofenbaues wird also von den zur Anwendung kommenden Baustoffen eigentlich nicht eine bloße Feuerfestigkeit gefordert, sondern vielmehr ein nach obigem Satz bestimmtes Mehr verlangt. Die reine Feuerfestigkeit kann bei Siemens-Martin-Öfen nur dort zur Geltung kommen, wo eine mehr oder minder lange Berührung mit dem Stahl- und Schlackenbade gänzlich ausgeschlossen ist. Daraus geht also klar hervor, daß alle Teile der basischen und sauren Siemens-Martin-Öfen, bei welchen allein die Bedingung der reinen Feuerfestigkeit maßgebend ist, aus gleichen Stoffen gebaut werden können. Die mit dem Bade in Berührung kommenden Teile der Öfen müssen natürlich aus Stoffen solcher Beschaffenheit hergestellt werden, welche nicht allein der chemischen Wirkung des Bades standhalten, sondern zugleich den chemischen Vorgängen der Schmelze Vorschub leisten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Ernst Cotel
    • 1
  1. 1.Hochschule in SopronOedenburgUngarn

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