Advertisement

Bronchialdrüsentuberkulose

Part of the Enzyklopaedie der klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Die Bronchialdrüsentuberkulose ist so außerordentlich verbreitet, daß sie bei jedem Kinde in Betracht gezogen werden muß, nicht nur wo anhaltender Husten, Abmagerung, Mattigkeit und unklare erhöhte Temperaturen vorliegen. Die Tuberkulose der Bronchialdrüsen bildet beim Kinde fast ausnahmslos den Primäraffekt der Infektion. Bei positiver Tuberkulinprobe kann sie darum stets angenommen werden, ohne daß eine sichere Widerlegung möglich ist. All dies hat dazu geführt, daß die Diagnose „Bronchialdrüsentuberkulose“ beim Kinde in den letzten Jahren bei Ärzten und beim Publikum ungemein beliebt geworden ist, ja daß damit ein wahrer Unfug getrieben wird, scheinbar noch wissenschaftlich gestützt durch die vergrößerten Drüsen oder die verstärkten Begleitschatten im Röntgenbilde. Genauer bezeichnet bildet die Bronchialdriisentuberkulose die erste Etappe, die regionäre Drüsenaffektion, und geht aus vom primären Lungenherd (Guon), erzeugt durch die bronchogene Ansiedelung des Tuberkelbacillus. Der primäre Lungenherd ist meist vereinzelt und stellt einen käsigen erbsengroßen Knoten dar (s. Abb. 203), der gewöhnlich nahe der Periphereie und überwiegend in der rechten Lunge sitzt. Er kann selbst beim Säugling symptomlos, auch ohne Fieber verlaufen, dehnt sich aber oft aus und kann käsige Pneumonie und Kavernen bilden. Beim Säugling ist der isolierte Primärherd bisweilen im Röntgenbild zu sehen, später wieder bei Verkalkung.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1931

Authors and Affiliations

  • E. Feer
    • 1
  1. 1.ZürichSchweiz

Personalised recommendations