Die einzelnen Brennstoffarten

  • F. O. Morgner

Zusammenfassung

Ein Heizer wird vielleicht mit einer bestimmten Steinkohlensorte den Dampf ganz gut auf gleichet Höhe halten können; ist er jedoch aus irgendeinem Anlaß einmal gezwungen, statt der Steinkohle etwa Braunkohlenbriketts oder Rohbraunkohle zu verfeuern, so wird er merken, daß sich alsdann die nötige Dampfmenge auch bei angestrengter Bedienung des Feuers sehr schwer erzeugen läßt. Die Ursache hierfür liegt daran, daß die Steinkohle besser ist als die übrigen Kohlensorten, oder, wie man sagt, daß sie einen höheren Heizwert hat. Unter Heizwert der Brennstoffe versteht man die Wärmemenge, die man aus 1 Kilogramm Brennstoff bei der vollständigen Verbrennung erhält. Genau so, wie wir eine Gewichtseinheit (das Kilogramm), eine Maßeinheit (das Meter), eine Zeiteinheit (die Sekunde), haben, so haben wir auch eine „Wärmeeinheit“ (oder Kalorie vom lateinischen Worte calor d. i. Wärme), mittels welcher man die in einem Brennstoffe oder in einem sonstigen Körper oder in einer Flüssigkeit aufgespeicherte Wärmemenge mißt. So wie wir das Gewicht von 1 Liter Wasser als die Gewichtseinheit = 1 Kilogramm bezeichnen, verstehen wir unter Wärmeeinheit diejenige Wärmemenge, die notwendig ist, um die Temperatur von 1 Liter Wasser um 1° Celsius zu erhöhen1): Speist man beispielsweise in einen Dampfkessel stündlich 2500 Kilogramm Wasser und wird dasselbe in einem Speisewasservorwärmer Don 12° auf 93° erwärmt, so beträgt die Wärmemenge, welche dem Speisewasser hierbei zugeführt wird 93 − 12 = 81 × 2500 = 202 500 Wärmeeinheiten und die gesamte in den 2500 kg Spetsewasser enthaltene Wärmemenge 93 × 2500 = 232500 WE.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1937

Authors and Affiliations

  • F. O. Morgner
    • 1
  1. 1.ChemnitzDeutschland

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