Systemkrankheiten des Zentralnervensystems

  • Klaus Poeck

Zusammenfassung

In dieser Gruppe werden eine Reihe von Krankheiten zusammengefaßt, die pathologisch-anatomisch und klinisch folgende Eigenschaften gemeinsam haben:
  1. 1.

    Sie beruhen auf degenerativen Veränderungen im Nervengewebe, d. h. der Untergang von Ganglienzellen, Achsencylindern und Markscheiden läßt sich histologisch nicht auf entzündliche oder gefäßabhängige Prozesse zurückführen.

     
  2. 2.

    Innerhalb des ZNS — und in geringerem Maße auch im peripheren Nervensystem — sind jeweils bestimmte, anatomisch einheitliche und funktionell zusammengehörige Kern- und Bahnsysteme ganz bevorzugt von der Degeneration betroffen, etwa die Pyramidenbahnen, die Hinterstränge und Kleinhirnseitenstränge oder die Vorderhornzellen. Benachbarte Strukturen bleiben ebenso regelmäßig verschont oder sind nur gering beteiligt.

     
  3. 3.

    Die klinischen Symptome setzen in einem bestimmten, jeweils charakteristischen Lebensalter ein, und die Krankheiten schreiten dann in chronischem Verlauf fort, von äußeren Faktoren kaum oder gar nicht beeinflußt.

     
  4. 4.

    In vielen, aber nicht in allen Fällen läßt sich Erblichkeit nachweisen.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Klaus Poeck
    • 1
  1. 1.Psychiatrische und Nervenklinik der UniversitätFreiburg i. Br.Deutschland

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