Advertisement

Zusammenfassung

Es findet sich ein dauernder Wärmestrom vom Innern des Organismus nach außen, da die äußeren Teile des Körpers, vor allem die Haut, eine niedrigere Temperatur als die inneren aufweisen, einmal weil die Temperatur der Umgebung gegenüber der des Körperinnern gewöhnlich niedriger ist, dann aber auch, weil bei höherer Umgebungstemperatur durch Schweißsekretion und damit Wärmeentzug durch Wasserverdampfung die Hauttemperatur niedriger als die Innentemperatur gehalten wird Man unterscheidet demnach einen homoiothermen Körperkern von der Körperschale, die mehr oder weniger die Schwankungen der Außentemperatur mitmacht (König). Der Kern wird gebildet von Rumpf und Kopf (Abb. 156 a), die die Organe hohen Stoffverbrauchs enthalten. Aus Tabelle 19, S. 160, ging hervor, daß Gehirn, Brust- und Bauchorgane mehr als 70% des Umsatzes und damit der Wärmeproduktion des Gesamtorganismus aufweisen bei rund 10% Anteil am Gewicht. Die Schale wird im wesentlichen gebildet von den Extremitäten (Abb. 156a). Im Kerngebiet wird das Blut erwärmt; das venöse Blut verläßt die einzelnen Organe wärmer als das zufließende arterielle Blut; in der Schale wird umgekehrt das Blut gekühlt, es verläßt sie kälter als bei seinem Eintritt. Die Schale verhält sich also wie ein Kühler für den Heizkörper Kern, wobei das Blut die Wärme aus dem Heizkörper an den Kühler transportiert.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Aschoff, J., u. R. Wever: Kern und Schale im Wärmehaushalt des Menschen. Naturwiss. 45, 477 (1958).CrossRefGoogle Scholar
  2. Bazett, H. C.: Physiological responses to heat. Physiol. Rev. 7 (1927).Google Scholar
  3. Buddenbrock, W. v.: Vergleichende Physiologie, Bd. I I. 1939.Google Scholar
  4. Burton, A. C., and O. G. Edholm: Man in cold environment. London 1955.Google Scholar
  5. Buttner, K.: Physikalische Bioklimatologie. Leipzig 1938.Google Scholar
  6. Du Bois, E. F.: The mechanism of heat loss and temperature regulation. London 1937.Google Scholar
  7. Hensel, H.: Physiologie der Thermoreceptoren. Ergebn. Physiol. 47, 166 (1952).PubMedCrossRefGoogle Scholar
  8. Newburgh, L. H. (Herausgeb.): Physiology of heat regulation and science of clothing Philadelphia 1949.Google Scholar
  9. Brecht, H., J. Christophersen u. H. Hensel: Temperatur und Leben. Berlin: Springer 1955.Google Scholar
  10. Trauer, R.: Der Mechanismus der Wärme-Regulation. Ergebn. Physiol. 41, 607 (1939).CrossRefGoogle Scholar
  11. Die Anpassung des Menschen an seine thermische Umwelt. Jb. Max-Planck-Ges. 1954, S. 193.Google Scholar
  12. Probleme der Temperaturregulation. Klin. Wschr. 36, 989 (1958).CrossRefGoogle Scholar
  13. Wagner, R.: Probleme und Beispiele biologischer Regelung. Stuttgart: Georg Thieme 1954.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • Hermann Rein

There are no affiliations available

Personalised recommendations