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Zusammenfassung

Mit diesem Abschnitt betreten wir wiederum ein Gebiet, dessen klinische Systematik, selbst wenn man sich von vornherein in bescheidenen Grenzen hält, an den Bearbeiter erhebliche Anforderungen stellt. Sie kommen vor allem daher, daß die Abgrenzung dessen, was man in der Kinderheilkunde seit etwa einem Jahrzehnt als „Neurodermitis“ zu bezeichnen pflegt, vom Ekzem mit großen, zuweilen kaum überwindbaren Schwierigkeiten verbunden ist. Diese Tatsache haben auch Epstein und Neuland erkannt. Die Lösung suchten sie darin zu finden, daß sie auf eine streng dermatologische Differenzierung, „die ihnen praktisch auch unwesentlich erschien“, verzichteten; zumal nicht nur sie, „sondern auch die Dermatologen zumeist nicht in der Lage waren, die Neurodermitis vom neurogenen Ekzem zu unterscheiden“. Epstein und Neuland hielten einen solchen Namen, bei dem man sich auf eine bestimmte Art von Hautveränderung festlegt, nicht für zweckmäßig und schlugen daher den umfassenderen „neurogene Dermatose“ vor. Die Bedrängnis kann ich den beiden Autoren nachfühlen, ihre Parade begreife ich gleichfalls, verstehe im gewissen Sinn auch ihren Standpunkt, teilen kann ich ihn nicht, da sonst das Programm, das diesen Abhandlungen zugrunde liegt, vollständig über den Haufen geworfen würde.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • Ernst Moro
    • 1
  1. 1.Pädiatrie in HeidelbergDeutschland

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