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Organisations- und Abgrenzungsfragen

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Zusammenfassung

Die gerichtliche Medizin erhält ihre Fragestellungen vom Rechtsleben. Da das Recht in den einzelnen Staaten nicht gleich ist, wurzelt sie mehr als andere Disziplinen der Medizin im Heimatlande. Doch ist das Recht der einzelnen Staaten nicht so verschieden, daß es nicht zahlreiche, überstaatliche Gesichtspunkte gäbe. Nach den Rechtsverhältnissen eines jeden Staates ist es notwendig, den Tod und die Todeszeit festzustellen. Überall wird der gewaltsam herbeigeführte Tod unter Strafe gestellt. In jedem Lande muß der Tathergang rekonstruiert werden. Überall ist die Art und die Entstehungsweise eines gewaltsamen Todes festzustellen. In fast jedem Staate wird die Tötung eines Kindes gleich nach der Geburt nach besonderen Gesichtspunkten beurteilt. Fast überall ist die nichtindizierte Schwangerschaftsunterbrechung strafbar. In den meisten Staaten interessiert man sich übereinstimmend für die Feststellung der Vaterschaft. Dies alles sind Gebiete — und es handelt sich hier um die Hauptgebiete —, in denen die gerichtliche Medizin nach überstaatlichen Gesichtspunkten betrieben werden kann und betrieben werden muß.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  1. 1.Gerichtlichen MedizinUniversität HeidelbergDeutschland

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