Ätherische Öle: Terpene und Campher

  • Paul Walden

Zusammenfassung

Neben den Farben dürften die Wohlgerüche diejenigen sinnfälligen Eigenschaften gewesen sein, welche infolge ihrer angenehmen Reizwirkungen am frühesten und nachhaltigsten in den Kreis der menschlichen Kulturbedürfnisse eingedrungen sind. Durchziehen doch diese sogenannten „Aromata“ seit den ältesten Zeiten die Kultur- und Handelsgeschichte des Orients und Okzidents, indem sie gleichzeitig dem Kult der Götter, der Toten und der Lebenden dienten. Ähnlich den modernen „Wirkstoffen“ sind diese Riechstoffe außerordentlich verbreitete pflanzliche Naturstoffe, die vorwiegend nur in kleinen Mengen erzeugt, oft aber in den geringsten Mengen von dem Geruchsinn wahrgenommen werden (z. B. Rosenöl, von welchem noch 1/2000000 mg erkannt werden). Die Chemiegeschichte entlehnte in der Klasse der „aromatischen Körper“ [A. Kekulé, 1860: „Untersuchungen über aromatische Verbindungen“, A. 137, 129 (1866)] den antiken „Aromata“ den Namen und die, Grundtypen. Die schon frühzeitig einsetzenden primitiven Bemühungen zur Isolierung der aromatisch riechenden stofflichen Prinzipien führten zu flüchtigen „Ölen“, deren Zahl in den „Destillierbüchern“ u. ä. um 1550 bereits etwa zwei Dutzend aus verschiedenen Pflanzen betrug Ein Jahrhundert später tritt eine Bezeichnung auf: „ätherisches Ö1“.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1941

Authors and Affiliations

  • Paul Walden

There are no affiliations available

Personalised recommendations