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Ladung

  • Müller-Krauß
Part of the Handbuch für die Schiffsführung book series (SCHIFFSFÜHRUNG)

Zusammenfassung

Bei einem Frachtgeschäft wirken folgende Personen mit (s. S. 111 ff.):
  1. 1.

    Verfrachter = Reeder (bzw. Schiff), als Vertreter häufig der Agent oder Makler, ferner der Zeitcharterer und der Bareboat-Charterer (Ausrüster).

     
  2. 2.

    Befrachter = derjenige, der den Frachtvertrag mit dem Verfrachter abschließt.

     
  3. 3.

    Ablader = derjenige, der die Güter dem Schiffe zur Beförderung übergibt.

     
  4. 4.

    Empfänger = derjenige, an den die Güter im Bestimmungshafen auszuliefern sind.

     

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Literatur

  1. 1.
    Trimmoment ist das Produkt aus Zuladung (Last) und Abstand dieser Zuladung vom Wasserlinienschwerpunkt (Lastarm).Google Scholar
  2. 2.
    Gesamttrimmänderung ist die algebraische Differenz der Tiefgangsänderung am Vor- und Hintersteven.Google Scholar
  3. 3.
    Wasserlinienschwerpunkt ist der Schwerpunkt der Wasserlinienfläche bei dem jeweiligen Tiefgang. Er liegt bei älteren Schiffen und mittl. Tiefgängen etwas (etwa 1–2 m) vor Mitte Schiff. Bei neueren Schiffen, deren Kreuzerheck eingetaucht ist, liegt der Wasserlinien-? oft hinter Mitte Schiff. Man findet die Kurve der Wasserlinien-? im Kurvenblatt des Schiffes.Google Scholar
  4. 1.
    Siehe Lastenmaßstab S. 205.Google Scholar
  5. 1.
    Über Stabilität siehe Teil IV.Google Scholar
  6. 1.
    Bei Ladungen mit einem Flammpunkt bis 55° C darf die Davysche Sicherheitslampe nicht verwendet werden.Google Scholar
  7. 1.
    Dampfdruck nach Reid = 454 g pro Zoll2 = 0,0703 kg/cm2.Google Scholar
  8. 2.
    Flammpunkt ist die Temperatur eines Öles, bei der gerade so viel Dämpfe entwickelt werden, daß sie von einer darüber geführten Flamme kurz aufflammen. Die deutsche Polizei-VO über den Verkehr mit Mineralölen unterscheidet folgende Gefahrenklassen: A 1 Flammpunkt unter 21° C (Benzin) A 2 Flammpunkt 21°— 55° C (Petroleum und Festbenzin) A3 Flammpunkt 55°—100° C (Dieselkraftstoff und gewisse Heizöle). Gefahrenklasse B sind Flüssigkeiten, die sich mit Wasser mischen, z. B. Sprit.Google Scholar
  9. 1.
    Anhang A zum Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Ölverschmutzung der See, 1954. Es tritt am 26. 7. 1958 in Kraft.Google Scholar
  10. 1.
    Die deutschen Ausführungsbestimmungen über die Getreideladungen lagen beim Druck noch nicht vor.Google Scholar
  11. 1.
    Beachte folgende Merkblätter der SBG: a) Merkblatt über die Verladung von extrahiertem Schrot, Jan. 1955; b) Merkblatt betr. Benzinfässer als Schiffsladung, Dez. 1931; c) Merkblatt für den Transport von flüssigem Chlor in 500- und 1000-kg-Fassem auf Seeschiffen, Febr. 1931.Google Scholar
  12. 2.
    Gute Ventilation, keine schweren Güter darüber stauen. Siehe auch Kuhlladung S. 231.Google Scholar
  13. 1.
    Brennstoffbehälter entleeren, Putzlappen entfernen, bei Nässe trocken reiben, auf Schrammen achten.Google Scholar
  14. 2.
    Sehr empfindliche Kühlladung, s. S. 231, können, in Papier verpackt, bei künstlicher Lüftung bis zu 7 Stauden hoch gepackt werden; in Crates Stauung beliebig hoch, aber Vorsicht, da Holz sehr schwach.Google Scholar
  15. 3.
    Ballen müssen unbeschädigt und trocken sein. Achtung — Selbstentzündungsgefahr! Schornsteinschutz gegen Funkenflug.Google Scholar
  16. 1.
    Leidet durch Zusammenstauen mit scharfriechenden Gütern, z. B. Teer. Kühl lagern, am besten + 5° bis + 6° C.Google Scholar
  17. 2.
    Kühl lagern, geruchempfindlich.Google Scholar
  18. 1.
    Nur auf Verantwortung des Verschiffers verladen, sehr vorsichtig behandeln. Gewöhnlich in Kisten verschiedener Größe versandt. Da Eier in Kalk, Stroh usw. verpackt werden, sind die Maße verschieden (s. auch Kühlladung S. 231).Google Scholar
  19. 1.
    Auf gute Bezeichnung einzelner Partien achten (kleine Blechschilder). Abteilen durch altes Tauwerk.Google Scholar
  20. 2.
    Schienen und starke Stäbe nie querschiff s stauen, wenn nicht genügend gesichert, da schon häufiger die Bordwände beim Schlingern beschädigt oder sogar durchstoßen wurden.Google Scholar
  21. 3.
    Erze dünsten oft aus, geben auch häufig Feuchtigkeit ab, daher keine empfindliche Ladung auf Erze stauen. Durch Erzladungen werden die Schiffe oft sehr steif, daß sie auf See sehr stark arbeiten; die Schiffe leiden ungemein dadurch. Schiffe, die nicht besonders für Erzladungen gebaut sind und auch keine Hochtanks haben, sollen möglichst etwas Erz in die Zwischendecks nehmen und dort für absolut feste Lagerung sorgen (s. auch S. 229).Google Scholar
  22. 4.
    Gutes Garnier legen. Vor Nässe schützen. Haarseite nach außen. Keine beschädigten und keine angefaulten Felle an Bord nehmen; auf rote oder andere Flecke achten; wenn vorhanden, im Konnossement vermerken, da sonst Schiff haftbar gemacht werden kann. Nicht Fellseite auf Fellseite stauen. Riechende Ladung. Gute Lüftung.Google Scholar
  23. 1.
    Geruchempfindliche Ladung, falls als Nahrungsmittel bestimmt. Nicht an warme Schotte stauen.Google Scholar
  24. 2.
    Bei Getreideladungen UW, SSV und ausländische Sicherheitsvorschriften beachten (s. auch S. 237).Google Scholar
  25. 1.
    Hochkant und querschiff s, möglichst unter die Luke stauen. Spiegelglas vor Feuchtigkeit schützen. Vermerk auf Empfangsschein: „Nicht verantwortlich für Bruch”.Google Scholar
  26. 2.
    Nicht mit Fett und öl zusammenstauen.Google Scholar
  27. 3.
    Siehe Fußnote 2 auf S. 247.Google Scholar
  28. 4.
    Gesalzene, nasse Häute erfordern hohes Garnier, Haarseite nach unten stauen. Am La Plata wird folgendermaßen verfahren: Die erste Lage wird mit der Fellseite nach unten gelegt, nachdem der Boden mit Salz bestreut wurde. Alle weiteren Lagen staut man mit der Fellseite nach oben. An den Seiten läßt man die Häute an der Bordwand dachziegelförmig mit Fell nach außen hochziehen.Google Scholar
  29. 1.
    Stark riechend, nasse Ladung infolge Leckens. 1000 kg ~ 7 Fässer.Google Scholar
  30. 2.
    Meistens feucht, daher keine trockene Ladung darauf stauen. Keine Faserstoffe (Baumwolle) auf Nutzholz stauen. Bei Balken keine Haken! Bei Decksladung s. Stabilität und S. 234.Google Scholar
  31. 3.
    Gleichmäßige Temperatur notwendig. Honig gärt leicht, daher ist an den Fässern manchmal ein kleines Spundloch angebracht, das nach Übernahme an Bord zu öffnen ist. Das Schließen dieser Spundlöcher später beim Löschen nicht vergessen!Google Scholar
  32. 4.
    Neigt zur Selbstentzündung, besonders Jutesäcke mit Ölkernen. Gute Ventilation!Google Scholar
  33. 5.
    Vor Feuchtigkeitjund riechender Ladung schützen. Gute Ventilation. Bei Übernahme achtgeben, daß die Säcke heil und nicht schlaff sind.;Google Scholar
  34. 1.
    VO über die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen beachten! Nicht mit Eisenladungen zusammenstauen, da diese rosten.Google Scholar
  35. 2.
    Weit ab von Nahrungsmitteln usw. stauen, da stark riechend. 3 Leicht entzündbar, nicht an Heizraumwände stauen!Google Scholar
  36. 4.
    UVV beachten: Explosions- und Selbstentzündungsgefahr. Trimmen.Google Scholar
  37. 5.
    Koks kann bis zu 20% Wasser aufnehmen.Google Scholar
  38. 6.
    Auch in Säcken. Nur trockene Ladung annehmen. Neigt zur Selbsterhitzung und zur Bildung atemgefährlicher Gase. Gute Ventilation. Entfernt stauen von empfindlichen Gütern, insbesondere von Tee.Google Scholar
  39. 1.
    Nicht in die Nähe von öl oder Fett stauen, da feuergefährlich.Google Scholar
  40. 2.
    Siehe Getreide.Google Scholar
  41. 3.
    In Platten sehr zerbrechlich, s. Glas.Google Scholar
  42. 4.
    Nicht in die Nähe von dünstender Ladung (z. B. Trockenobst) stauen.Google Scholar
  43. 1.
    Stark riechend, fernab von empfindlicher Ladung und Kesselschotten.Google Scholar
  44. 2.
    Flach stauen, niemals hochkant.Google Scholar
  45. 3.
    Wertvolle Ladung, stark riechend und schwitzend, gute Ventilation.Google Scholar
  46. 4.
    Nicht mit Mehl zusammenstauen.Google Scholar
  47. 5.
    Besondere Ventilation.Google Scholar
  48. 1.
    Siehe Getreide.Google Scholar
  49. 2.
    Frei halten von Öl-, Teer- u. Fettrückständen. Sauerstoff träger !Google Scholar
  50. 3.
    Gefährliche Ladung, siehe VO über die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen.Google Scholar
  51. 4.
    Gefährliche Ladung, nicht in die Nähe von Eisen und fern von Eisenteilen des Schiffes stauen.Google Scholar
  52. 1.
    Wertvolle Ladung, nicht mit schwitzender Ladung und Eisen zusammenstauen.Google Scholar
  53. 2.
    Besondere Ventilation.Google Scholar
  54. 3.
    Neigt zur Selbstentzündung. Kann benzinhaltig sein, daher Explosionsgefahr. Beachte Merkblatt der SBG über die Verladung von extrahiertem Schrot.Google Scholar
  55. 4.
    Sehr empfindliche Ladung, besonders gegen Druck. Gutes Garnier und gute Ventilation. Keine Haken benutzen.Google Scholar
  56. 1.
    Sehr empfindliche Ladung, besonders gegen Feuchtigkeit und Geruch.Google Scholar
  57. 2.
    Viehiransporte erfordern große Sorgfalt. Bestimmungen des Abgangsund Bestimmungshafens und Futtervorschriften beachten. Heilmittel mitnehmen.Google Scholar
  58. 1.
    Gutes Garnier. Auf Empfangsschein vermerken: „Nicht verantwortlich für Bruch und Leckage.” Achtung: Diebstahl!Google Scholar
  59. 2.
    Siehe Getreide.Google Scholar
  60. 3.
    Trockene Räume. Schornsteinschutz gegen Funkenflug.Google Scholar
  61. 4.
    Trockene Räume. Zucker gibt Feuchtigkeit ab. Gute Ventilation.Google Scholar
  62. 1.
    Das spez. Gew. s eines Körpers ist gleich seinem Gewicht G, dividiert durch sein Volumen V, also s = G: V. Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Müller-Krauß

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