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Zusammenfassung

„Die Anzeichen einer beginnenden Quecksilbererkrankung zeigten sich bei einem Arbeiter eines Zünderzerlegebetriebes, der das Abknallen von Zündhütchen zu besorgen hatte. Nach etwa dreimonatiger Tätigkeit waren mehrere Zähne des Arbeiters stark gelockert und vereitert. Die Aufnahme der Quecksilberdämpfe in den Körper erfolgte dadurch, daß die im Stücklohn beschäftigten Arbeiter die Ofenkammern betraten, bevor alle Dämpfe daraus entwichen waren. Es wurde daher für eine ausreichende Entlüftung der Ofenkammern Sorge getragen und angeordnet, daß die mit der Abknallarbeit betrauten Arbeiter nur jede dritte Woche zu dieser Beschäftigung herangezogen werden dürfen. In einer anderen Zünderzerlegungsanlage geschieht das Abknallen nicht auf mit Koks beschickten Öfen, sondern unmittelbar mittels Hammers unter gut wirkenden Abzügen. Hier wurden Anzeichen einer Quecksilbererkrankung — abgesehen von vereinzelten Klagen über Appetitlosigkeit — nicht ermittelt, aber auch gefordert, daß die Arbeiter nur jede zweite Woche zu der in Rede stehenden Beschäftigung herangezogen werden. Womöglich, erhielten die mit dem Abknallen der Zündhütchen beschäftigten Personen täglich Vollmilch (1/2 l) zugewiesen.“ (R.B. Potsdam.)

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • Ludwig Teleky
  • Ernst Brezina
    • 1
  1. 1.Technische HochschuleWienÖsterreich

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