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Lehrheft des freitragenden Holzbaues

  • C. Kersten

Zusammenfassung

Die Zweckmäßigkeit und Brauchbarkeit eines nach neuzeitlichen Gesichtspunkten ausgeführten Dach- oder Hallenbinders in Holz hängt in der Hauptsache von der Erfüllung folgender Forderungen ab:
  1. 1.

    Bei größtmöglicher Herabminderung des Holzbedarfes und der Arbeitskosten soll Schnittholz nur in solchen Abmessungen Verwendung finden, wie es von benachbart gelegenen Sägewerken auch wirklich geliefert und bearbeitet werden kann;

     
  2. 2.

    die Verbindung der einzelnen Stäbe soll möglichst gewissenhaft und einfach vorgenommen werden, um Schwierigkeiten des Abbundes zu vermindern; Zimmermanns- und Ingenieurarbeit sollen sich ergänzen; die Güte der einzelnen Bauverfahren soll nötigenfalls durch behördliche Prüfungen bewiesen werden;

     
  3. 3.

    vor der Verwendung sind die Hölzer auf ihre Brauchbarkeit für gedachten Zweck hin sachgemäß zu prüfen (keine Astansätze in Knickmitte und an den Dübelstellen); für den Zusammenbau selbst sind geübte Facharbeiter zu verwenden;

     
  4. 4.

    wenn angängig, sollen große Binder in Teilgliedern zerlegt werden können, um einzelne Stücke des Binders für das Fortbewegen zu gewinnen und allzu sperrige Stücke zu vermeiden;

     
  5. 5.

    beim Aufbau an Ort und Stelle ist im Hinblick auf unvorhergesehene Windstöße mit der nötigen Vorsicht vorzugehen (vgl. S. 7);

     
  6. 6.

    die Bolzenverbindungen sind, sofern es sich um Dauerbauten handelt, späterhin nachzuprüfen und, wenn erforderlich, nachzuziehen.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • C. Kersten
    • 1
  1. 1.Höheren Technischen Lehranstalt für Hoch- und TiefbauStadt BerlinDeutschland

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