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Beiträge zur Neurochirurgie

  • Klaus Joachim Zülch

Zusammenfassung

Die Beschäftigung mit der Übungstherapie bei den Tabikern und die alte Beobachtung, daß Hemiplegien bei Tabikern meist im tabisch erkrankten Gebiet, „schlaff“ verliefen, hatte Foerster den Gedanken gegeben, daß die operative Zerstörung der Hinterwurzeln möglicherweise die cerebral bedingte Spastik beseitigen könnte. So schlug er 1908 die Hinterwurzel-Durchschneidung (den später als „Foerster’sche Operation“ bezeichneten Eingriff) vor, die seinen Namen rasch international bekannt machte. Zwar hat sie nicht das gehalten, was Foerster sich ursprünglich von ihr versprochen hatte, zumal die Entstehung dieser „cerebralen“ Spastik damals ebenso wenig wie heute nach der Erfassung des „Gamma-Systems“ in ihrer Pathogenese klar ist. Dagegen leistet die Methode der Hinterwurzeldurchschneidung sehr viel mehr bei rein spinaler Spastik, d. h. dem Vorherrschen der sogenannten Beugereflex-Synergien. Sie wird heute leichter durch Alkoholverödung der Hinterwurzel im Spinalkanal erreicht.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Klaus Joachim Zülch
    • 1
    • 2
  1. 1.Neurologie und PsychiatrieUniversität KölnDeutschland
  2. 2.Abteilung für Allgemeine NeurologieMax-Planck-Institut für Hirnforschung und der Neurologischen Klinik der Städtischen Krankenanstalt Köln-MerheimDeutschland

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