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Allgemeines über das qualitativ-analytische Arbeiten

  • Rudolf Ochs

Zusammenfassung

Es ist ein unter den Studierenden verbreiteter Irrtum, daß die Ausbildung in der qualitativen Analyse vornehmlich den Zweck habe, das Auseinanderklauben der absonderlichsten Gemische zu lehren. Diese Gemische, die als „Analysensubstanzen“ ausgegeben werden, enthalten oft so viele und so verschiedenartige Stoffe, daß die meisten Fälle der Praxis gegenüber diesen Übungsbeispielen verhältnismäßig einfach sind. Gleichen sie doch oft, um ein mit Recht bekannt gewordenes Scherzwort zu brauchen, mehr „explodierten Drogenhandlungen“, als natürlichen oder technisch wichtigen Mischungen. Wenn trotzdem den Studierenden zugemutet wird, Zeit und Kraft an die Aufarbeitung derartiger Proben zu wenden, so hat es natürlich einen tieferen Sinn, und zwar den, daß der angehende Chemiker lernen soll, wie die einzelnen Ionen unter den verschiedensten Bedingungen und in Wechselwirkung mit anderen Ionen sich verhalten. Man vergesse auch nicht, daß in diesen Gemischen stets annähernd gleiche Mengen der nachzuweisenden Stoffe gegeben werden. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man eine Übungsanalyse macht oder eine technische. Die technischen erfordern spezielle Methoden, die, nach erlangter Beherrschung der allgemeinen, aus Spezialwerken zu ersehen sind. Bei den Übungsanalysen liegt die Schwierigkeit in der Zusammensetzung, bei den „praktischen“ oft in den Mengenverhältnissen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Rudolf Ochs
    • 1
  1. 1.Chemischen InstitutUniversität BerlinDeuschland

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