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Die soziologischen Beziehungen des abnormen Seelenlebens

  • Karl Jaspers

Zusammenfassung

Die somatische Medizin hat es mit dem Menschen nur als einem Naturwesen zu tun. Sie untersucht und erforscht seinen Körper nicht anders als einen tierischen1). Die Psychopathologie sieht sich dauernd vor die Tatsache gestellt, daß der Mensch außerdem auch Kulturwesen ist, daß sein seelisches Leben nur besteht in der Wechselwirkung mit der menschlichen Gesellschaft. Hat der Mensch seine körperlichen und seelischen Veranlagungen durch Vererbung, so gewinnt er doch sein tatsächliches Seelenleben nur durch die Tradition, die durch die Umwelt der menschlichen Gesellschaft auf ihn kommt. Wir würden völlig kenntnislos, sprachlos, hilflos sein, wenn wir ohne Tradition aufwachsen würden. Taubstumme, denen nur das Sinnesorgan fehlt, das die Aufnahme der seelischen Einflüsse möglich macht, bleiben, solange sie nicht den ihnen angemessenen Sprachunterricht erhalten, auf der Stufe tierischen, idiotischen Seelenlebens stehen, während sie nach der Belehrung seelisch vollwertige Menschen werden können. Unser Lernen, Übernehmen, Nachahmen, unsere Erziehung und unser Milieu macht uns seelisch überhaupt erst zu Menschen.

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Literatur

  1. 1).
    Natürlich schafft jede soziale Lage auch eigentümliche physische Bedingungen, die wiederum — aber gerade so wie Naturumstände — auf die Gesundheit ihren Einfluß haben. Vorwiegend über diese Beziehungen ist ein zusammenfassendes Werk erschienen: Krankheiten und soziale Lage, herausgegeben von Mosse und Tugendreich, München 1912. Siehe ferner A. Grotjahn, Soziale Pathologie. Berlin 1912.Google Scholar
  2. 2).
    Vierkandt, Naturvölker und Kulturvölker, Leipzig.Google Scholar
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  5. 1).
    Vgl. u. a. Lebensschicksale, München 1910ff. (Popp, Forel, Winter, Viersbeck, Bleuler). — Levenstein, Proletariers Jugendjahre; Aus der Tiefe: Arbeiterbriefe; Die Lebenstragödie eines Tagelöhners; Arbeiter-Philosophen und -Dichter. Sämtlich Berlin, Morgenverlag 1909. — Die Arbeiterfrage, München 1912.Google Scholar
  6. 1).
    Literatur über ethnographische Parallelen und über historisch-pathologische Erscheinungen findet man bei Emminghaus, Allg. Psychopathologie, S. 43–60. Heute hat vor allem die psychoanalytische Schule sich solchen Problemen zugewandt. Vgl. z. B. die Zeitschrift Imago.Google Scholar
  7. 1).
    Die Daten der „Moralstatistik“ sind hier von Interesse. Zur Einführung: Schnapper-Arndt, Sozialstatistik, Volksausgabe Leipzig 1912. Für genaueres Studium v. Mayr, Sozialstatistik, Bd. 3 von „Statistik und Gesellschaftslehre“, davon erster Teil: Moralstatistik, Tübingen 1909–1912.Google Scholar
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    Bumke, Über nervöse Entartung, S. 84ff.Google Scholar
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  17. 2).
    In den prinzipiellen Fragen vgl. Wetzel, Archiv f. Sozialwissenschaft 37, 535. 1913. Dort die wichtigste Literatur.Google Scholar
  18. 1).
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    Vgl. auch L. Stern, Kulturkreis und Form der geistigen Erkrankung, Halle 1913. Der Verfasser vergleicht bei den Aufnahmen in die Anstalt die Berufsgruppen und die diagnostischen Gruppen.Google Scholar
  24. 4).
    Nach Römer, A.Z. 70, 808.Google Scholar
  25. 5).
    Römer l. c. Vgl. auch Pilcz, Über Nerven- und Geisteskrankheiten bei katholischen Geistlichen und Nonnen. Jahrb. f. Ps. 34, 367.Google Scholar
  26. 1).
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  29. 1).
    Die Literatur findet man in den umfangreichen kritischen Sammelberichten von Birnbaum, Z. f. d. g. N. u. Ps., Referatenteil 11, 321, 12, 1 und 317, 13, 457 14, 193 und 313.Google Scholar
  30. 1).
    Siehe vor allem die ausgezeichneten Referate von Gaupp, Z. f. d. g. N. u. Ps. 34. 1916, Nonne und Oppenheim, Deutsch Z. f. Nervenk. 56. 1917. Hier sind die entgegengesetzten Anschauungen auf hohem Niveau in objektiver Form kennen zu lernen.Google Scholar
  31. 2).
    Bumke, Über nervöse Entartung, Berlin 1912, Kap. 6.Google Scholar
  32. 1).
    S. Schott, Alte Mannheimer Familien, Leipzig 1910. — Gruber und Rüdin, l. c., S. 101ff.Google Scholar
  33. 1).
    Pathographien nennt man biographische Darstellungen, die das Ziel verfolgen, erstens die dem Psychopathologen interessanten Seiten des Seelenlebens schildernd und genetisch darzustellen und zweitens die Bedeutung dieser Erscheinungen und Vorgänge für die Genese der Schöpfungen solcher Menschen aufzuklären. Unter den zahlreichen Pathographien ragen hervor die Werke von Moebius über Rousseau u. a., ferner besonders Lange, Hölderlin, Stuttgart 1909. Jedoch überschreiten auch diese ihre Grenzen, indem sie mit unzureichenden Mitteln den Wert der künstlerischen Leistungen interpretieren, d. h. meistens dabei herabsetzen. Selbst wenn man in einer Dichtung katatonische Züge wahrscheinlich machen kann, heißt das durchaus nicht, daß die Dichtung schlecht und unverständlich sei. Urteilt der Psychopathologe darüber, so gibt er als Dilettant ein subjektives Urteil ab, das niemand interessieren, aber manchen empören kann. Die Pathographie ist eine heikle Sache. Gründliche psychopathologische Einsicht, Fähigkeit zur historischen Kritik sind Bedingung für vertrauenswürdige Erkenntnisse, Respekt und eine gewisse Scheu, die doch gar nichts zu verschweigen braucht, Forderung für eine pathographische Darstellung, die man nicht widerwillig fortlegen soll. Bei mangelndem Material pathographisch zu arbeiten (z. B. über Jesus, Mohammed) ist lächerlich.Google Scholar
  34. 1).
    Snell, Hexenprozesse und Geistesstörung, München 1891, wendet sich anderen Problemen zu.Google Scholar
  35. 2).
    Vgl. die Schilderungen Bleulers (Die Schizophrenie).Google Scholar
  36. 1).
    Vgl. die Schilderung Janets (Les obsessions et la psychasthenic).Google Scholar
  37. 2).
    Darstellungen einzelner Verbrecher: Pitaval, Causes celébrès, Paris 1734ff., in 20 Bänden. Eine Auswahl von Paul Ernst erschien im Inselverlag 1910. Die Zeitschriften: Hitzigs Annalen 1828ff.; Der neue Pitaval 1842ff.; Gross’ Archiv für Kriminalanthropologie 1899ff.; Der Pitaval d. Gegenwart 1906ff. enthalten viele Einzelfälle. Ferner Friedreichs Blätter f. gerichtl. Medizin 1850 ff.; Monatsschrift f. Kriminalpsychologie 1905ff. — Feuerbach, Aktenmäßige Darstellung merkwürdiger Verbrechen, 2 Bde., Gießen 1828–1829. Hagen, Chorinski, Erlangen 1872. — Lebensgeschichte der Giftmörderin Gesche Margarethe Gottfried, herausg. von L. Voget, Bremen 1831. Scholz, Die Gesche Gottfried, Berlin 1913. Verbrechertypen, herausg. von Gruhle und Wetzel, Berlin 1913ff. Wetzel, Über Massenmörder. Berlin 1920.Google Scholar
  38. 1).
    Vgl. Radbruch, Feuerbach als Kriminalpsychologe, Monatsschr. f. Kriminalpsychol. und Strafrechtsreform 4, 1910. Wetzel, Die allgemeine Bedeutung des Einzelfalls für die Kriminalpsychologie. Arch. f. Kriminalanthropologie 55, 101. 1913.Google Scholar
  39. 2).
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  40. 3).
    Aschaffenburg, Das Verbrechen und seine Bekämpfung, 2. Aufl. — Lombrosos Werke haben zwar historisch eine große Wirkung gehabt. In Methoden, die sich als richtige halten lassen, besitzen sie jedoch keine Eigenart. In den Grundanschauungen, die der Großzügigkeit romanischer Leistungen nicht entbehren (geborener Verbrecher, Degeneration) sind sie verfehlt. Von den Werken ist u. a. zu empfehlen: Lombroso, Die Ursachen und Bekämpfung des Verbrechens, Deutsch Berlin 1902.Google Scholar
  41. 1).
    Nach einzelnen Arbeiten von Bonhoeffer, Wilmanns u. a. wollen die Heidelberger Abhandlungen aus dem Gesamtgebiete der Kriminalpsychologie, herausg. von Wilmanns, eine fortlaufende Serie solcher Untersuchungen bringen.Google Scholar
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    Literatur über Landstreicher: Bonhoeffer, Ein Beitrag zur Kenntnis des großstädtischen Bettel- und Vagabundentums, Zeitschr. f. d. gesamte Straf-rechtswiss. 21. Wilmanns, Zur Psychopathologie des Landstreichers, Leipzig 1906. Tramer, Z. f. d. g. N. u. Ps. 35, 1. — Über Prostituierte: Bonhoeffer, l. c. 23. Sichel, Z. f. d. g. N. u. Ps. 14, 445. — Über jugendliche Verwahrlosung: Stelzner, Die psychopathischen Konstitutionen und ihre soziologische Bedeutung, Berlin 1911. Gruhle, Die Ursachen der jugendlichen Verwahrlosung und Kriminalität, Berlin 1912. Stelzner, Die Frühsymptome der Schizophrenie in ihren Beziehungen zur Kriminalität und Prostitution der Jugendlichen. A. Z. 71, 60. 1914. Isserlin, Z. f. d. g. N. u. Ps. 12, 465. 1913. Elfriede Barth, Z. f. d. g. N. u. Ps. 30, 145, 1915.Google Scholar
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    Weyert, Unters. von ehemaligen Fürsprgezöglingen im Festungsgefängnis, A. Z. 69, 180. 1912.Google Scholar
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    Z. B. bei der Frage der verminderten Zurechnungsfähigkeit Vgl. Wilmanns, Monatsschr. f. Kriminalpsychol. 8, 136. Wetzel, ebda 10, 689.Google Scholar
  45. 3).
    Wilmanns, Zur Reform des Arbeitshauses. Monatsschr. f. Kriminalpsychol. 10, 346. 1913.Google Scholar
  46. 1).
    Fragebogen sind Hilfsmittel für Anfänger, die Krankengeschichten schreiben sollen, ohne genügende allgemeine Kenntnisse zu haben. Sie sind auch brauchbar als Gedächtnisanhalt. Aber das Beste und Wichtigste bei einem kenntnisreichen Forscher ist der Reiz, den der gegenwärtige Kranke und die vorliegenden Erscheinungen auf ihn ausüben.Google Scholar
  47. 1).
    Köppen und Kutzinski, System. Beob. über die Wiedergabe kleiner Erzählungen durch Geisteskranke. Berlin 1910. — Levy-Suhl, Die Prüfung der sittlichen Reife jugendlicher Angeklagter. Z. f. Psychotherapie 4, 146, vgl. Z. f. angew. Psychol. 9, 245.Google Scholar
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    Zur Übersicht von Untersuchungstechniken vgl. Gimbal, Taschenbuch zur Untersuchung nervöser und psychischer Krankheiten. Berlin, Springer.Google Scholar
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  50. 2).
    Über Simulation überhaupt vgl. L. Becker, Die Simulation von Krankheiten und ihre Bedeutung. Leipzig 1908. — Über Simulation von Geisteskrankheit: Sträußler, Z. f. d. g. N. u. Ps. 46, 207. 1919.Google Scholar
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    Über die mannigfachen Arten von Anstalten siehe die Werke: A. Keller, Heim-, Heil- und Erholungsanstalten für Kinder in Deutschland. Bresler, Deutsche Heil- und Pflegeanstalten für Psychischkranke. Stritter und Meltzer, Deutsche Anstalten für Schwachsinnige, Epileptische und psychopathische Jugendliche. Seiffert, Deutsche Fürsorge-Erziehungsanstalten. Klumker, Deutsche Versorgungsanstalten und Heime für Alte, Sieche und Invalide. Deutsche Armen-und Arbeitsanstalten. — Sämtlich Halle, Marhold. — Über Familienpflege siehe z. B. Duncan Campbell, Z. f. d. g. N. u. Ps. 15, 138.Google Scholar
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    Bezüglich des psychotherapeutischen Verfahrens, das im hypnotischen Halbschlaf von den Kranken vergessene Erlebnisse zum Abreagieren bringt, vgl. Frank, Affektstörungen, Berlin 1913.Google Scholar
  59. 1.
    Vgl. Kreuser, A. Z. 69, 449. 57, 543, 571. Sigel, A. Z. 62, 325.Google Scholar
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  62. 1).
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    Esquirol, Des maladies mentales. Deutsch von Bernhard. Berlin 1838.Google Scholar
  64. 1).
    Viele Psychiater in der ersten Hälfte des 19. Jahrh. nahmen Schellings Naturphilosophie an mit der Lehre von Polarität und von der Analogie der Organe und des Seelischen; Spielmann recipierte Herbart; spätere unterwarfen sich der materialistischen und positivistischen Philosophie.Google Scholar
  65. 1).
    Es sind in neuerer Zeit vielfach Stimmen laut geworden, daß Anstaltspsychiater nichts Wissenschaftliches mehr leisten könnten. Vgl. als charakteristische Äußerung die Kontroverse Dobrick und Weber: Ps. W. 12, 383, 393, 437, 465. Hier wie immer handelt es sich darum, ob Persönlichkeiten da sind, die von sich aus die Initiative zu eigener wissenschaftlicher Arbeit ergreifen. Dann geht es immer. Und von jeher haben nur Persönlichkeiten mit eigener Initiative wissenschaftlich etwas geleistet.Google Scholar
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    Griesinger, Die Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten. 4 Aufl. Braunschweig 1876.Google Scholar
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    Wernicke, Grundriß der Psychiatrie. 2. Aufl. Leipzig 1906. Krankenvorstellungen, Breslau 1899.Google Scholar
  70. 1).
    Von allen Aufsätze in den früheren Bänden der A. Z.Google Scholar
  71. 1).
    Schule, Handbuch der Geisteskrankheiten. 2. Aufl. Leipzig 1880. 3. Aufl. 1886.Google Scholar
  72. 2).
    v. Krafft-Ebing, Lehrbuch der Psychiatrie, Stuttgart 1879. 7. Aufl. 1903.Google Scholar
  73. 3).
    Heinroth, Lehrbuch der Störungen des Seelenlebens. Leipzig 1818. Die Psychologie als Selbsterkenntnislehre. Leipzig 1827.Google Scholar
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    Ideler, Grundriß der Seelenheilkunde Berlin 1835.Google Scholar
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    Hagen, Studien auf dem Gebiete der ärztlichen Seelenkunde. Erlangen 1870. Aufsätze in A. Z., z. B. 25, l.Google Scholar
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    Jakobi, Beobachtungen über die Pathologie und Therapie der mit Irresein verbundenen Krankheiten. Elberfeld 1830. Die Hauptformen der Seelenstörungen. Leipzig 1844.Google Scholar
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    Meynert, Psychiatrie, Wien 1884; Klinische Vorlesungen über Psychiatrie. Wien 1890.Google Scholar
  78. 2).
    Emminghaus, Allgemeine Psychopathologie. Leipzig 1878.Google Scholar
  79. 3).
    Wernicke, Grundriß der Psychiatrie, 2. Aufl. 1906.Google Scholar
  80. 4).
    Kraepelin, Kompendium der Psychiatrie. Leipzig 1883. 8. Aufl. 1910ff.Google Scholar
  81. 1).
    Magnan, Psychiatrische Vorlesungen, Deutsch von Moebius. Leipzig 1891 ff.Google Scholar
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    Janet, L’automatisme psychologique. Névroses et idées fixes L’état mental des hystériques. Les obsessions et la psychasthénie.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • Karl Jaspers
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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