Sarkome der Knochen. Melanom

  • Leonhard Jores

Zusammenfassung

M. H. In Abb. 167 ist das Stück eines Oberschenkels abgebildet, an welchem nach Abpräparierung der Weichteile eine mit dem Knochen innig zusammenhängende Verdickung sichtbar wurde. Auf der Schnittfläche zeigt die letztere die markige Beschaffenheit des Tumorgewebes, es handelt sich also um eine Geschwulst, um ein Sarkom, wie die mikroskopische Untersuchung lehrt. Wir merken uns noch, daß auf der Sägefläche der Knochen größtenteils durch die Geschwulst hindurch geht, so daß also die letztere hauptsächlich dem Knochen nur außen aufsitzt. Solche Sarkome hat man periostale oder besser periphere Sarkome genannt (vgl. auch Abb. 168). Man hat angenommen, daß sie vom Periost ausgingen. Aber sie wachsen nicht dadurch, daß sich Periostzellen mehr und mehr an den Tumorbildungen beteiligen, sondern sie entwickeln sich wie alle Geschwülste aus sich selbst, d. h. durch Vermehrung ihrer eigenen zelligen Elemente. Ribbert hat diese Gesetzmäßigkeit des Geschwulstwachstums klargestellt und begründet. Bei ihrem Wachstum schieben die peripheren Knochensarkome sich zwischen Knochen und Periost vor und heben das letztere ab (Ribbert). Die peripheren Sarkome sind ferner niemals rein auf das Periost beschränkt, sondern der Knochen selbst ist, wenn auch manchmal nur in geringem Grade beteiligt. Ribbert hat dargetan, daß der Ausgang der peripheren Sarkome auch tatsächlich im Knochen selbst und zwar in den peripheren Teilen desselben, der Spongiosa anzunehmen ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • Leonhard Jores
    • 1
  1. 1.Kölner Akademie für praktische MedizinDeutschland

Personalised recommendations