Antipyretika und Antineuralgika

  • Johannes Biberfeld

Zusammenfassung

Über die Art und Weise, in welcher chemische Substanzen die krankhaft erhöhte Körpertemperatur herabsetzen, herrschen noch Kontroversen. Am besten begründet erscheint folgende Auffassung: Der normale Mensch weist unter wechselnden äußeren Temperaturverhältnissen stets eine Körpertemperatur von ca. 37 ° auf; er behauptet diese Temperatur trotz des steten Verlustes von Wärme an die Außenwelt dadurch, daß er fortwährend (durch Muskelaktion, Drüsentätigkeit usw.) Wärme bildet. Normal ist nun eine vom Willen unabhängige Regulierung derart vorhanden, daß, sowie viel Wärme im Körper erzeugt wird (z. B. durch stärkere Muskelbewegungen), auch viel Wärme abgegeben wird. Und droht umgekehrt die Körpertemperatur zu sinken (beispielsweise bei plötzlicher Abkühlung der Außenluft), so vermindert sich die Wärmeabgabe und die Wärmeproduktion steigt. — Das Organ, durch dessen Tätigkeit eine solche Regulierung ermöglicht wird, ist die Haut; strömt viel Blut durch die Blutgefässe, ist die Haut rot und fühlt sich heiß an, so werden von hier aus große Wärmemengen an die Luft abgegeben; verengern sich die Hautgefäße, so wird die Wärmeabgabe auf ein Minimum eingeschränkt.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

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  • Johannes Biberfeld

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